Rezension: Budapest- Zeit für das Beste- Highlights-Geheimtipps-Wohlfühladressen- Bruckmann

Dieses Taschenreisebuch hat der Journalist Sebastian Garthoff und der Fotograf Daniel Kaldori auf den Weg gebracht. Im vorderen Buchdeckel befindet sich ein Kartenausschnitt der Innenstadt von Budapest. Gleich auf den ersten Seiten werden die Top Ten der Stadt beschrieben. Das ist nicht uninteressant, speziell für die Reisenden, die nur ein Wochenende zur Verfügung haben. 

Der Einleitung und einem kurzen darin eingebundenen Steckbrief von  Budapest kann man einen guten Überblick über diese interessante Stadt entnehmen, die ich vor vielen Jahren erstmals besuchte und mich damals sofort in sie verliebte, weil sie voller Poesie ist. 

Man erfährt in der Einleitung beispielsweise Wissenswertes zum Freiheitsdrang und den Niederlagen der Budapester im Laufe ihrer Geschichte, liest wie die Ungarn die Welt veränderten und kann sich einen Überblick über die Geschichte verschaffen. Natürlich wird auch auf den 23.Oktober 1956 hingewiesen. Damals flüchteten Hunderttausende Ungarn ins Asyl. 

Der Reiseführer ist in die Kapitel: 
Innenstadt und Burgenviertel
Prachtviertel und Prachtmeile 
Zwischen Buda und Pest 
Entlang der Ringe 
Jüdisches Viertel
Umgebung und Ausflüge
Reiseinfos
untergliedert

In jedem Kapitel gibt es Kartenmaterial. Die einzelnen Stadtregionen werden sehr gut beschrieben. Es werden zudem Autorentipps erteilt, auch zu edlem Schuhwerk und immer wieder Infos und Adressen zu Essen und Trinken, Übernachten und natürlich auch zu Sehenswürdigkeiten übermittelt. 

Die Kapitel sind alle reich bebildert und machen neugierig. Es führt zu weit auf den Inhalt der Reiseziele näher einzugehen. Besuchen würde ich bei einem nächsten Aufenthalt gewiss das Jüdische Viertel, die Große Markthalle und auch das Gellert-Bad, das eines der Prachtbeispiele des ungarischen Jugendstils darstellt. 

Gewiss sollte man sich alle Sehenswürdigkeiten anschauen und damit auch die Kettenbrücke und die Fischerbastei, doch mich würde heute mehr die Margareteninsel interessieren, wo es (wie der Rundgang deutlich macht) auch viel zu sehen gibt aber man  fernab vom großen Touristenstrom der Fischerbastei Ruhe findet.

Die Oper sollte man besuchen und natürlich eines der legendären Café-Häuser. 

Hier muss ich an Sandor Marai denken und stelle mir vor wie er einst  in einem dieser  Café-Häuser saß und schrieb. Er zählt zu jenen, die der Stadt Poesie einhauchten.

50 Highlights lernt man kennen. Übersichtskarten und Detailpläne verhelfen zu einer raschen Orientierung. Eine großartige Metropole mit Thermalbädern und so vielem anderen mehr. Man sollte die Stadt besuchen. Mit diesem Reiseführer ausgestattet kann eigentlich nichts schief gehen.

Empfehelnswert.
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http://www.bruckmann.de/titel-6827-budapest_undndash_zeit_fuer_das_beste_0.html. Sie können es aber auch bei ihrem Buchhändler um die Ecke ordern.

Rezension: Zeit zu Zweit- 100 romantische Reiseziele in Europa- Bruckmann

In diesem gelungenen, reich bebilderten Reisebuch sind  100 romantische Reiseziele in die Rubriken

Aktivreisen
Entspannen und Genießen 
Inselromantik 
Natur erleben 
Städtereisen 
Wohnen im Schloss

untergliedert. 

Für jedes der Reiseziele werden einige Seiten zur Verfügung gestellt und das jeweilige Ziel kurz skizziert. Stets werden Highlights  aufgelistet, auch was man bei einem "Dinner vor Two" vor Ort speisen sollte, wird hervorgehoben.  Genannt werden stets Infos und Adressen, die beste Reisezeit, das, was sehenswert ist, Adressen für Essen und Trinken, aber auch für die Übernachtung  etc. In einer der standardisierten Rubriken erfährt man zudem noch, was man unbedingt zu zweit der Romantik halber erleben sollte. 

Bei den Aktivreisen spricht mich der Loire-Radweg besonders an. Es freut mich, dass man die Abtei Fontevraud zu den Highlights zählt und auch Schloss Villandry nicht vergisst. Dass eine solche Reise romantisch ist- steht außer Frage. 

Sehr gut auch wird das Sehnsuchtsziel Masuren beschrieben. Es zählt zu den Aktiv-Reisen für Bootsurlauber. Wer lieber entspannen und genießen möchte, wird erstaunt sein, was alles hier geboten wird. 

Das Elsass hier hervorzuheben, ist mir ein Vergnügen. Gerade zur Adventszeit wirken Städte wie Colmar sehr romantisch. Die genannten Highlights verbinde ich mit vielen schönen Erinnerungen, die teilweise Jahrzehnte zurückliegen. Saintes Maries de la Mer, auch das Burgund sind wahrlich ein Traum. Die genannten "Dinner vor Two"  sind auch in meinen Augen empfehlenswert. Einer meiner unerfüllten Träume heißt "Golf von Salerno".  Wundervoll ist dieses Traumziel beschrieben. Ein Geschenk für Verliebte. Ein Traum für alle, die das Glück haben, sich immer wieder neu verlieben zu können, dazu noch in die gleiche Person. Das soll es tatsächlich  geben.

So viele schöne Orte werden gezeigt, Mallorca beispielsweise, aber auch Zypern, das für Inselromantik steht. Berlin würde ich nie mit Romantik in Verbindung bringen, dafür natürlich Paris umso mehr. Glücklich sind all jene zu nennen, die die Chance haben,  mit einem Menschen, den sie lieben, all die Orte aufzusuchen. Ich mag Städtereisen und ersehne die Zeit, wo ich  Orte wie Florenz und Venedig, auch Rom besuchen kann.  Wenn ich mir augenblicklich etwas wünschen dürfte, so wäre es allerdings  eine Reise nach Prag. Das Reiseziel ich schön beschrieben. Prag im Herbst oder Winter. Das ist Romantik der besonderen Art.

Wohin fährt man, wenn man verliebt ist? . Ich würde heute  nach Lissabon reisen. Wer verliebt ist, sollte Fados hören, um den Kummer vorwegzunehmen, denn Verliebtsein hat einen Schatten und der heißt Leid. 

Ein tolles Buch. Sehr inspirierend, auch für Menschen, die nicht verliebt sind.

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Rezension: Azoren- Zeit für das Beste- Highlights –Geheimtipps –Wohlfühladressen

Die Autorin Birgit Siegel und der Fotograf Thomas Stankiewicz haben diesen schönen, handlichen Reiseführer auf den Weg gebracht. Im vorderen aufklappbaren Deckblatt visualisieren sie die Inselwelt der Azoren im Atlantik durch entsprechendes Kartenmaterial. 

Die insgesamt 50 Highlights sind in fünf Abschnitte untergliedert als da sind:
Sao Miguel- Westteil 
Sao Miguel-Ostteil 
Terceira und Sao Jorge 
Faial und Pico 
Santa Maria, Graciosa, Flores, Corvo 

Zunächst lernt man die 10 Highlights der Inseln kennen, bevor man sich einen allgemeinen Überblick verschaffen kann. Die Azoren liegen im Nordatlantik. Die Amtssprache dort ist portugiesisch. 

Man erfährt Wissenswertes zur Geographie und hier auch, dass die Azoren aus mehreren bewohnten Inseln in drei Gruppen untergliedert werden. Die höchste Erhebung beträgt 2351 m und die Distanz von der Insel Flores zur Insel Santa Maria erstreckt sich auf  600 Kilometer. 

Über die beste Reisezeit, auch über die Entdeckungsgeschichte, über die Tier und Pflanzenwelt wird man aufgeklärt. Die Inseln sind vom Vulkanismus geprägt. Aber nicht nur Vulkanausbrüche auch Erdbeben verunsichern die Bewohner dort schon immer. Dem historischen Überblick kann man entnehmen, dass die Azoren 1427 entdeckt wurden und man erfährt in diesem informationsreichen Reiseführer auch, was die Azorianer essen und trinken. 

Die 50 Highlights sind sehr gut beschrieben. Kartenmaterial lässt den Leser auch in Erfahrung bringen, wo die einzelnen besprochenen Orte zu finden sind. Eine Vielzahl von Fotos korrespondieren mit den Texten und Infos sowie Adressen im Hinblick auf Sehenswürdigkeiten, Essen und Trinken, Übernachtungen, Ausgehen etc. Dazu kommen noch viele Autorentipps, auch Spaziergänge bzw. Stadtrundgänge, die neugierig auf diese Inseln machen. Auf den letzten Seiten werden dann noch Reiseinfos von A bis Z geliefert, sogar ein kleiner Sprachführer ist eingebunden. Mit all den Infos in der Tasche kann eigentlich nichts mehr schief laufen. Wer diese Inseln erstmals besucht, sollte sich im Vorfeld schon mal schlau machen. Es gibt viel zu sehen. Gottlob sind die Highlights, die man keinesfalls verpassen sollte hervorgehoben, so etwa der Berg Pico, die Hortensienblüte und Flores mit seinen Wasserfällen, Seen und dem satten Grün. 

Empfehlenswert.

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum Bruckmann-Verlag und können das Buch dort direkt bestellen: http://www.bruckmann.de/suchergebnis.cfm?quicksearch=azoren&x=7&y=10. Sie können es aber auch bei Ihrem Buchhändler vor Ort kaufen,

Rezension Peter J. König: Wasser, Welten, Meere, Seen und Flüsse von oben - Matevz Lenarcic- Delius Klasing Verlag-Edition Delius

Der vorliegende Bildband aus dem Delius Klasing Verlag dürfte ziemlich einmalig sein. Wie der Untertitel schon andeutet, werden hier Aufnahmen von Meere, Seen und Flüsse von oben gezeigt. Dies ist an sich nichts Besonderes, wenn man an gängige Fotografien von durchaus spektakulären Blickwinkeln von einer Anhöhe auf Landschaften mit Seen und Flüssen oder aber auch an Meeresgestade denkt. Hier jedoch wurden alle Aufnahmen aus der Luft geschossen, in einer Weise, die mehr als sensationell ist. 

Der studierte Biologe, Pilot, Alpinist, Gleitschirmflieger, Umweltforscher und Fotograf Matevz Lenarcic hat sich dazu eines Ultraleichtflugzeuges bedient, mit dem er die ganze Welt umrundet, und dabei neben seinen phantastischen Aufnahmen auch immer wieder die Luftverschmutzung auf diesem Globus gemessen hat. Das wirklich bemerkenswerte dieses Bildbandes ist die Darstellung der gewaltigen Mengen an Wasserflächen, die unseren Planeten bedecken oder aber mittels großer Ströme sich in die Meere ergießen. Immerhin werden 70% der Erde von Wasser bedeckt. Was sich so leicht anhört, einmal um die Welt zu fliegen, mag ja mit einem modernen Verkehrsjet heutzutage nichts besonders sein, mit dem Flieger den Lenarcic genommen hat, ist es eine wirkliche Herausforderung.

Die Maschine vom Typ Pipistrel Virus-SW wiegt leer 290 kg, hat eine Spannweite der Tragfläche von 10,71m, ist 6,50m lang, mit einer Höhe von 1,85m, erreicht eine Reisegeschwindigkeit von 273 km/h, verbraucht dabei 17,8l in der Stunde und landet bei einer Geschwindigkeit von 64km/Std. Jeder Normalsterbliche würde damit bei schönem Wetter gerade einmal sich um den heimischen Kirchturm fliegen lassen. Nicht so Matevz Lenarcic, er hat, nachdem die Maschine Langstrecken tauglich modifiziert wurde in 15 Etappen den Erdball umrundet. Dabei hat er Ozeane überquert, mit zum Teil widrigsten Wetterbedingungen gekämpft, stundenlange Teilstücken absolviert und was vielleicht die größte Herausforderung für den Abenteurer war, mit jeder Menge bürokratischer Hindernisse zu tun gehabt, gleichgültig auch wo er auf der Welt zwischen gelandet ist. Noch nie war ein solches Leichtflugzeug über den verkehrsarmen Südpazifik von Chile nach Neuseeland geflogen. Lenarcic hat die Herausforderung angenommen und dabei wunderbare Aufnahmen machen können. 

Bevor die Gesamtroute hier vorgestellt wird, muss unbedingt noch einmal auf die einmaligen Fotografien hingewiesen werden, die dieser Bildband enthält, hatte der Fotograf doch die besondere Möglichkeit immer sehr erdnah über seine Aufnahme-Objekte zu fliegen. Dies gilt sowohl für die Überquerung von Wüsten und Meere, aber auch von den größten Gebirge dieser Erde mit seinen Gletschervorkommen, wie z.B. den Anden oder des Himalaya. Wenn jetzt die einzelnen Flugrouten aufgelistet werden, soll noch einmal auf das Mini-Flugzeug aufmerksam gemacht werden, mit dem der Autor und Fotograf sich auf den Weg gemacht hat. Hier also die 15 Teilstücke, die natürlich noch mehrmals unterbrochen werden mussten. Neben der Entfernung wird auch noch die addierte Flugzeit genannt und die Staaten, die überflogen wurden:

Südatlantik: Slowenien-Italien-Spanien-Marokko-Mauretanien-Senegal-Brasilien
Entfernung: 8122 km Flugzeit: 31;34 Stunden 
Karibik: Brasilien-Französisch Guayana-Surinam-Guinea-Barbados-Martinique-Dominikanische Republik-Puerto Rico-Bahamas-Florida 
Entfernung: 6677 km Flugzeit: 25.37 Stunden 
Nordamerika: Florida-Alabama-Mississippi-Louisiana-Texas-New Mexico-Arizona-Kalifornien Entfernung:3570 km Flugzeit:16:48 Stunden 
Zentralamerika: Kalifornien-Mexiko-Guatemala-Honduras-Nicaragua-Costa Rica-Panama-Ecuador Entfernung: 5837 km Flugzeit: 23.04 Stunden 
Ecuador-Peru: Ecuador-Peru-Chile 
Entfernung: 3162 Flugzeit: 14:30 Stunden 
Anden-Buenos Aires: Chile-Brasilien-Argentinien 
Entfernung: 5918 km Flugzeit: 23:20 Stunden 
Patagonien: Argentinien
Entfernung: 3734 Flugzeit: 17:30 Stunden 
Antarktis: Argentinien-Chile 
Entfernung: 3429 km Flugzeit: 13:36 Stunden 
Gletscher der Anden: Argentinien-Chile 
Entfernung: 1911 km Flugzeit: 09:26 Stunden 
Südpazifik: Chile-Französisch-Polynesien-Cook-Inseln-Neuseeland 
Entfernung: 12354 km Flugzeit: 46:03 Stunden 
Australien: Neuseeland-Australien 
Entfernung: 6157 km Flugzeit: 24:10 Stunden 
Indonesien-Thailand-Indien: Australien-Indonesien-Malaysia-Thailand-Myanmar-Bangladesch-Indien 
Entfernung: 6940 km Flugzeit: 30:01 Stunden 
Mount Everest und Indischer Ozean: Nepal-Indien-Malediven-Seychellen-Tansania 
Entfernung: 9843 km Flugzeit: 40:21 Stunden
Südafrika-Namibia: Tansania-Mozambique-Südafrika-Namibia 
Entfernung: 5021 km Flugzeit: 21:21 Stunden 
Afrika-Südeuropa: Namibia-Angola-Zentralafrikanische Republik-Tschad-Nigeria-Libyen-Malta-Italien-Kroatien-Slowenien 
Entfernung: 8328 km Flugzeit: 33:08 Stunden 

Und weil alles so schön spektakulär war, hat Matevz Lenarcic ein Jahr später im April 2013 noch einen draufgesetzt, indem er mit dem gleichen Flieger eine Lufterkundung folgender Art gemacht hat: 
Europa-Nordpol: Slowenien-Österreich-Tschechien-Deutschland-Schweden-Norwegen-Kanada-Irland-England-Frankreich 
Entfernung: 15900 km Flugzeit: 61:10 Stunden 

Für die erste Weltumrundung 2012 war er von Januar bis April unterwegs. Dem Autor ging es bei seinen Exkursionen nicht allein um die spektakulären Bilder, gleichzeitig sollte damit ein Forschungsprojekt verbunden werden, in Form von Rußmessungen in der Atmosphäre auf beiden Reisen. Unter der Überschrift: Der Klimawandel durch das Fenster eines Ultraleichtflugzeuges betrachtet, ist ein Kapitel von Dr. Grisa Mocnik in diesem Buch diesem Phänomen gewidmet. Er war es auch, der die gesamten technischen Voraussetzungen im Flugzeug installiert hat, damit die Messungen überhaupt möglich waren. Insgesamt sind alle Details in diesem Bildband bestens erklärt worden,und zusammen mit den wunderbaren Aufnahmen lässt sich hier eine ganz besondere Weltreise antreten, die der Delius Klasing Verlag mit dem Autor Matevz Lenarcic möglich gemacht hat. 

Sehr empfehlenswert

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum Delis Klasing Verlag und können den Prachtband bestellen:http://www.delius-klasing.de/buecher/Wasserwelten.191772.html Sie können das Buch aber auch bei Ihrem Buchhändler um die Ecke kaufen.

Rezension: Mythos Polarlicht- Michael Hunnekuhl

Der Autor dieses bemerkenswerten Buches ist der promovierte Physiker Michael Hunnekuhl. Er betreut seit 2005 als Lektor Themenreisen der Hurtigruten, deren Hauptaugenmerk das Polarlicht ist. 

Das reich bebilderte, eindrucksvolle Werk ist in fünf Kapitel untergliedert: 
Polarlichtzauber
Auf alten Spuren 
Im Wandel der Zeiten 
Polarlichtaktivität
Polarlicht jenseits der Polarlichtovale und in Deutschland 

Wie der Autor bereits in seinem Vorwort den Leser wissen lässt, benennen die Wörter Polarlicht, die auf der Nordhalbkugel "Nordlicht" oder "Aurora Borealis" und auf der Südhalbkugel "Südlicht" oder "Aurora Australis" heißen,  eines der aufregendsten Schauspiele, die die Natur an den Nachthimmel zaubert. 

Über diesen Polarlichtzauber erfährt man im vorliegenden Buch viel Wissenswertes und kann sich anhand der 60 Polarlichtbilder einen visuellen Eindruck davon verschaffen. Erläuternde Grafiken demonstrieren das pausenlos wechselnde Farbspiel dieses Phänomens, ergänzen die Erklärungen und lassen die Faszination spürbar werden. 

Über QR- Codes sind Polarlichtfilme, von der internationalen Raumstation ISS, Aufnahmen von Sonnenbeobachtungssatelliten wie auch ein Polarfilm in Echtzeit eingebunden. 

Polarlichter zählen zu den spektakulärsten Erscheinungen, die man am Nachthimmel wahrnehmen kann. Intensives Polarlicht soll einem Flammenmeer gleichen, das in rasender Bewegung über den Himmel fährt. Wie in früheren Zeiten diese Naturerscheinung  gedeutet wurde,  ist ein Thema und man wird  in diesem Zusammenhang  auch mit alten Textstellen zum Polarlicht  konfrontiert, so etwa entsprechenden Betrachtungen von Seneca und Cicero.

Es führt zu weit,  auf den historischen Exkurs einzugehen und Polarlichtbeschreibungen aus vergangenen Zeiten hier wiederzugeben. All das aber bietet das Buch. Über die Polarlichtaktivität und die Polarlichtfarbtypen wird man ausgiebig unterrichtet und erfährt Wissenswertes über die Formen. Flammendes Polarlicht dokumentiert charakteristische, schnell bewegte Strukturen, die in Form von Bändern vertikal durch Polarlichter wandern und ihnen das Aussehen lodernder Flammen geben. 

Man muss Physik studiert haben, um sich  wirklich exakt zu all den physikalischen Besonderheiten textlich auszulassen. Über Störungen im Erdmagnetfeld oder über polarlicht-dominierende Strukturen in der Umgebung der Polarlichtovale und über geomantische Stürme  sollte man sich  hier im Buch übrigens auch kundig,   bevor man auf Reisen geht und das Wunder der Natur vor Ort bestaunen kann. 

Sehr empfehlenswert.

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum  Verlag und dort zur Edition Delius und können das Buch direkt bestellen:http://www.delius-klasing.de/buecher/edition-delius//Mythos+Polarlicht.191806.html.

Das Buch ist überall im Handel erhältlich.

Rezension: Millstätter See- Irmi Sarovia

Autorin dieses sehr schönen Bildbandes, der den Millstätter See zum Thema hat, ist die Publizistin und Kunsthistorikerin Irmi Soravia. 

Das Werk enthält neben überlieferten Erzählungen und Mythen sehr persönliche Schilderungen und Familiengeschichten von alteingesessenen Bauern, aber auch von Menschen, die sich ihre Sommerdomizile dort schufen und sogar  hier sesshaft wurden. 424 Abbildungen nach Fotografien von Martin und Marion Assam, Manfred Bockelmann u.a. warten auch den Betrachter  sowie des Weiteren Textbeiträge unterschiedlicher Autoren. 

Bereits vor 150 Jahren wurde die Region um den See Heimat vieler Zugereister. Eine Fülle alter Fotografien im Buch macht das deutlich. Ich selbst war in den 1970ern mit meinen Eltern in den Ferien am Millstätter See und habe aufgrund der Lektüre alte Fotos hervorgekramt und mich an die schönen Tage dort zurückerinnert. 

Untergliedert ist der Bildband in sechs Kapitel. Unmöglich auf all die Geschichten im Rahmen der Rezension näher einzugehen. Zunächst kreisen die Beiträge  um Sachverhalte im und um den See und hier beispielsweise um die Farbe des Wassers, den Duft des Klimas und um das Glück der Lage. Kiwis und Feigen können hier auf der sonnigen Nordseite übrigens problemlos gedeihen. 

Die Eigenheiten des Sees werden zur Sprache gebracht, dazu zählen auch die Sichttiefe und die sogenannte Meromix. Die Hohen Tauern und die Nockerberge sorgen für ein schönes Panorama wie Bilder deutlich machen und das Landschaftsschutzgebiet  sowie der Egelsee mit seiner Moorlandschaft verleihen der Gegend  besondere Schönheit, die nicht nur Fotografen anzieht. Man liest über die Fischerei im einst so reichen See und hier auch darüber, dass der Benediktinerstift Millstatt im Jahre 1177 die "Fischweid" in Döbriach betrieb. Der legendäre Missionar Domitian von Millstatt bleibt nicht unerwähnt und man erfährt auch Wissenswertes über die Benediktiner, der von 1070- 1469 Millstatt zu Ansehen verhalfen. 

Architektonische, sakrale Schätze lernt man kennen, nicht zuletzt auch das "Weltgerichtsfresko" von Urban Görtschacher, der das Fresko um 1519 schuf. Faszinierend ist zudem  das Millstätter "Fastentuch", das seitens Oswalt Kreusel 1593 angefertigt wurde. 

Man liest zudem von alten Sagen und Legenden, vom harten Los der Unfreien, Untertanen und Bauern und den Aufständen von 1478 und 1737. Wie immer war Habgier die Ursache für die Aufstände, nachdem Bittschriften und Beschwerden zu nichts führten. 

Wie aus der Sommerfrische Tourismus wurde, wird ausführlich berichtet und auch wie sich Millstatt allmählich zum pittoresken Touristenort mit Hotels und einer ansprechenden Gastronomie mauserte. Man liest von den Gästen, die kamen und das schicke Millstatt kreierten und erfährt Näheres zur Architektur der Villen, lernt deren vormalige Besitzer in kurzweilig zu lesenden  Texten kennen und staunt sowohl in dieser Beziehung als auch im Hinblick auf die ersten Siedlungen und die römischen Bauwerke rund um den See. Schon immer wussten Menschen, dass es am Millstätter See einfach schön ist und wer die nötigen Mittel hatte, dort etwas Wundervolles bauen konnte. 

Am meisten beeindruckt mich bei allem Schloss Porcia und hier der Renaissance-Arkadenhof. Man kann sich an dessen Ästhetik nicht satt sehen. 

Zum Schluss des Buches gibt es eine Reihe sehr guter Tipps zur Kultur, Natur, zu Hotels, zur Kulinarik u.a. mehr. 

Ein sehr informatives und bildreiches Buch, das ich gerne empfehle.

Bitte klicken Sie auf den Link, dann können Sie das Buch beim Verlag bestellen: http://www.cbv.at/Buch.aspx?buch_id=123100, Wenn Sie Ihren Buchhändler vor Ort  unterstützen möchten, dann bestellen Sie bitte dort.

Rezensionen: Highlights Bayern- Die 50 Ziele, die sie gesehen haben sollten.

Dieser wunderbare Bildband wurde seitens Monika Baumüller und Thomas Winzker auf den Weg gebracht. Als Bayernliebhaberin bin ich begeistert von den Bildern, aber auch den informativen Texten zu 50 Reisezielen, die den Rubriken:

Oberbayern 
Bayrisch-Schwaben
Oberpfalz 
Niederbayern 
Franken
zugeordnet sind

Zu Beginn wartet auf den Leser eine Landkarte, auf der er sich kundig machen kann, wo im Einzelnen die Orte genau liegen, die man besuchen möchte. Doch bevor die Erkundungen im Buch beginnen, kann man sich zunächst in einer mehrseitigen Einleitung einen ersten Überblick darüber verschaffen, was Bayern so reizvoll macht. Die Rede ist hier ganz allgemein vom UNESCO-Kulturerbe, den historischen Landschaften, dem Erbe der Wittelsbacher, auch von Ludwigs Märchenschlössern, dem Lebensgenuss unter weiß-blauem Himmel und  von der Kultur von Jahrhunderten.

Da ich viele der beschriebenen Orte kenne, fällt es mir nicht schwer, die Qualität des Buches zu beurteilen. Sie ist in Wort und Bild exzellent. Im Rahmen der München-Betrachtungen haben mir die Beschreibungen des Münchner Kunstareals besonders gefallen. Mit insgesamt 55 Häusern verfügt die Kunstmetropole München über eine Museumslandschaft im Weltformat. Sehr gut wird man über die Pinakotheken informiert und zudem über Antike und Moderne. 

Es folgt in der Rubrik Oberbayern eine Fülle von Beschreibungen und Bildern traumhafter Reiseziele. Dazu gehört natürlich auch die Gnadenkapelle von Altötting. Dabei handelt es ich um eine der ältesten Kirchen Deutschlands. Seit 400 Jahren pilgern Gläubige nach Altötting, um dort die "Schwarze Madonna" um Fürbitte anzuflehen.

Der Chiemsee wird bestens beschrieben und hier auch die Insel der Klosterfrauen. Zu jedem einzelnen Reiseziel gibt es neben den Beschreibungen Zusatzinfos, die man nicht vergessen sollte zu lesen, speziell dann nicht, wenn man sich  das Studierte vor Ort ansehen möchte. 

Den Tegernsee habe ich einige Male bereits besucht. Man erhält einen guten Überblick über das, was das blaue Juwel zwischen den Bergen ausmacht. Aufgeklärt wird man auch darüber, weshalb man die Wieskirche nicht außer Acht lassen sollte, die seit 1983 zum UNESCO- Weltkulturerbe zählt. 

Das Ammergau und dort das Kloster Ettal ist ein Thema, bevor man mehr über Bayerisch –Schwaben erfährt, hier zuerst über den Königwinkel liest und sich auf die Märchenschlösser Ludwigs II. einlassen kann.

Es ist schon lange her als ich Lindau am Bodensee besuchte. Leider habe ich das "Haus zum Cavazzen" noch nicht kennen gelernt. Es soll das schönste Bürgerhaus der Bodenseeregion sein, in dem man eine Kunstsammlung sehenswerter Gemälde besichtigen kann. Die Insel Mainau wird als Zusatzinfo kurz aber gut beschrieben, auch Orte wie Kempten und Memmingen, das nicht nur des historischen Stadtkerns wegen einen Besuch wert ist.

Über vier Seiten hinweg wird die Fuggerstadt Augsburg dem Leser näher gebracht und hier auch der architektonische Höhepunkt, das Augsburger Rathaus. Niederbayern habe ich bislang noch nicht erkundet, wobei das Altmühltal gewiss für Radfahrer ein Paradies darstellt. Unmöglich im Rahmen der Rezension alle Orte zu streifen, doch Regensburg in der Oberpfalz will ich erwähnen, weil die alte Reichs- und Bischofsstadt seit 2006 zum UNESCO-Kulturerbe zählt. Dass nur 10 km von Regensburg entfernt das älteste Wirtshaus der Welt gelegen ist, erstaunt doch sehr. Seit 1658 sind die Pforten dort durchgehend geöffnet.

Besonders gut gefallen hat mir die ausführliche Beschreibung von Kloster Waldsassen, speziell von der dortigen weltberühmten Klosterbibliothek, die auf einer Doppelseite abgelichtet ist und verdeutlicht, weshalb Kunstfreunde aus aller Welt sich dort gerne aufhalten. Die Orte in Franken, die im Buch näher erläutert werden, kenne ich fast alle und bin begeistert wie gut man sie beschrieben hat. Rothenburg ob der Tauber ist noch immer ein Highlight und Kronach sicher auch.

Nachdem man alle Orte in Franken besichtigt hat, bleibt am Ende vielleicht  die Wallfahrtsbasilika Vierzehnheiligen. Sie gilt als einer der bedeutendsten Sakralbauten des deutschen Spätbarock. Ich möchte aber nicht zu viel verraten. Sie aufzusuchen lohnt sich auch für Kunstinteressierte.

Ein wunderschönes, informatives Reisebuch, das Bayernliebhaber begeistern wird.

Rezension: Entdecke die Welt"- 100 außergewöhnlich Reiseideen und Geheimtipps.

"Entdecke die Welt!"- 100 außergewöhnliche Reiseideen und Geheimtipps" ist ein sehr bemerkenswerter Reiseführer, der in sieben Kapitel untergliedert ist. 

Diese lauten:
Der Kultur auf der Spur 
Letzte Paradiese
Reisen ans Ende der Welt 
Endlose Weiten, ungezähmte Natur 
Warum in die Ferne…
Reise zu dir selbst 
Der Weg ist das Ziel 

Jedem Kapitel ist eine Fülle von Reiseideen zugeordnet. Neben eindrucksvollen Fotos, die dem Leser jeweils eine Vorstellung vom Reiseziel vermitteln, erhält man viele spannend, in lesenswerten Texten verarbeitete Infos zu den Orten, die es zu besuchen gilt. Auch mit zahlreichen, brauchbaren, praktischen Tipps wird aufgewartet, so etwas zum Thema Anreise, VISA, Gesundheit, Reisezeit, Unterkunft, Reiseplanung.

Kürzlich wurde auf Facebook ein Foto verlinkt, das spektakuläre Gebäude in Bhutan zeigte. Um mehr über dieses abgeschottete Himalaya-Königreich zu erfahren, war es für mich natürlich spannend, die Ausführungen im Buch dazu zu studieren. Die Straße nach Punaka windet sich in Serpentinen mehr als 300 Meter hinauf. Was es zu sehen gibt, ist traumhaft. Die bemalten Holzhäuser und Klöster dort beeindrucken ebenso, wie die Menschen, bei denen nicht Konsum im Vordergrund steht. 

Wolkenmenschen leben nicht nur an jenem Ort, sondern auch im nördlichen Andenhochland, in Chachapoyas. Diese Kleinstadt liegt 2330 Meter hoch in einem landschaftlich reizvollen Gebiet, dessen Reichtum an archäologischen Hinterlassenschaften bisher von Wissenschaftlern kaum erfasst wurde. 

Auch das Hochmoor auf dem Venn-Plateau in Belgien finde ich sehr reizvoll und zwar des Tier- und Pflanzenreichtums wegen. 

Unmöglich all die Orte, die hier beschrieben werden, zu benennen. Soviel nur, buddhistische Klöster, freundliche Menschen, Orte, die das innere Gleichgewicht erneut herstellen, finde ich  bemerkenswert, aber auch Französisch- Polynesien lohnt es zu besuchen. 

Auf den Südsee-Inseln scheinen die Menschen am fröhlichsten und die Natur am farbigsten. Deshalb gelten  diese Rückzugsoasen für viele als ein Synonym für das Paradies auf Erden. Auch für mich.

 Empfehlenswert.


Hier geht es zur Website des Bruckmann-Verlages. Dort können Sie das Buch direkt bestellen.http://www.bruckmann.de/

Rezension Peter J. König: Cool Escapes.Ibiza. teNeues

Der Name allein elektrisiert, zumindest die Jeunesse d´Or oder alle die sich gerne dazu zählen möchten. Ibiza, die spanische Baleareninsel war viele Jahre das europäische Mekka der Hippies, Aussteiger und Selbstverwirklicher, bevor es um die Jahrtausendwende von der Party- und Musikszene entdeckt worden ist. Seit dieser Zeit pilgern in den Sommermonaten Tausend und Abertausende von „good looking young people“ aus der ganzen Welt auf die Insel, um tagsüber am Strand zu posieren und nachts die Discos zu Laufstegen der Selbstdarstellung zu machen. Dass Ibiza aber viel mehr zu bieten hat, haben die beiden Autorinnen Franka Schuster und Miriam Ritzmann, zusammen mit dem teNeues-Verlag in diesem wunderschönen Bildband „Cool Escapes Ibiza“ präsentiert

Bei der Konzeptionierung dieses Werkes wurde bewusst die gleiche Methodik zugrunde gelegt, wie sie auch schon bei anderen Bildbänden dieses Genres von teNeues sich besonders erfolgreich gezeigt hat, wie z. B. Cool Escapes Mallorca, Cool Escapes Beach Resorts oder etwa Cool Escapes Honeymoon Resorts, alle auch schon von demselben Verfasser dieser Zeilen gewürdigt. Bevor man sich in die eindrucksvollen Aufnahmen vertiefen kann, um für sich schon einmal eine kleine gedankliche Inselerkundung zu unternehmen, wird zunächst, nach einer ersten sonnengelben Augenweide der ersten beiden Seiten, sozusagen einem Mentalen In- Stellung- bringen, der Index in Form von fünf Kapiteln vorgestellt. Diese lauten genauso, wie bereits aus den vorher erwähnten Bildbänden bekannt:

01 Enjoy your Stay 
02 Culinary Escapes
03 Nightlife Escapes 
04 Shopping Escapes
05 Culture & Nature 

Darauf folgt eine sehr übersichtliche geografische Darstellung von Ibiza. Die Inselkarte zeigt deutlich die vielen Buchten, wie ausgedehnt die einzelnen Punkte und Orte voneinander entfernt sind, aber auch wo man die hier vorgestellten “Escapes“ im Einzelnen findet. Als nächstes folgt die Doppelseite, die eine typische malerische Bucht von Ibiza zeigt. Darüber ausgelegt gibt es einen einleitenden Text, der sowohl die landschaftliche Schönheit preist, den entspannten Lebensrhythmus der Einheimischen aufzeigt, und aufklärt, wie es zum Aufmarsch der Hippies und Sonnenanbeter gekommen ist. Natürlich wird man auch über die Geschichte der Insel informiert.

Jetzt beginnt mit dem ersten Kapitel der Reigen der Hotels, Resorts und Fincas. Dabei fallen zuerst die prächtigen Aufnahmen von den vorgestellten Refugien ins Auge. Wie bei jedem Bildband von teNeues haben sich auch hier nur die besten Fotografen ans Werk gemacht. Besonderen Wert wurde jeweils auf die ausgefallenen Details gelegt, damit der Betrachter unmittelbar einen besonderen Eindruck bekommt. Dabei bleiben keine Urlaubswünsche offen, weder bei der Art der unterschiedlichen Herbergen, noch bei der Preisgestaltung. Neben den erläuternden Texten wird jedes Objekt mit Adresse, e-mail Kontakt, Telefonnummer, Zuordnung der Kategorie, nebst Preisklasse und Kreditkartenmöglichkeiten vorgestellt. Diese Methodik gilt übrigens für alle genannten „Escapes“.

Nicht der Logik wegen, sondern weil es für einen gelungenen Urlaub einfach ganz oben auf der Agenda steht, folgt nun das Kapitel mit den kulinarischen Highlights. Es werden Cafés, Restaurants und Taverns vorgestellt, mit Bild und textlich, in gleicher exzellenten Weise wie im ersten Kapitel die Logis-Möglichkeiten. Beim Betrachten möchte man gleich dorthin aufbrechen

Dies gilt auch für die Empfehlungen im dritten Kapitel, wo es um Clubs, Bars und Lounges geht. Das wahre Holiday-Feeling kommt doch erst dann auf, wenn diesbezüglich alles vom Feinsten ist und man sich auf die Abende und Nächte freut. Stimmts nicht?

Das folgende Kapitel ist nahezu vollständig der holden Weiblichkeit gewidmet. Dies wird sofort klar, wenn man die entsprechenden Untertitel liest. Stores, Boutiques und Showrooms sind thematisiert und zwar in höchst animierender Weise. Gibt es da noch Fragen meine Herren?

Im fünften und letzten  Kapitel kann man dann wieder Locations gemeinsam entdecken. Unter den Begriffen Culture&Nature werden Highlights von Kunst und Architektur auf Ibiza empfohlen, besser sie empfehlen sich selbst, dank der eindrucksvollen Weise, wie sie von der Fotokünstlerin ins rechte Licht gesetzt worden sind. Nach Strand, genussvollem Schlemmen und Party sind solche beeindruckenden Momente genau das Richtige.

Beeindruckend ist in jedem Fall auch dieser wunderbare Bildband. Hier haben Franka Schuster und Miriam Ritzmann, die beiden Autorinnen sich etwas ganz Außerordentliches einfallen lassen und es mit Betti Fiegle, der Fotografin und dem teNeues-Verlag in diesem schönen Kunstwerk in Szene gesetzt. Nicht zu vergessen ist, dass es auch hierzu eine eigene App gibt, damit man vor Ort auf Ibiza jederzeit bei den Erkundungen weiß, welches nächste Highlight es gilt zu entdecken.

Sehr empfehlenswert.

Rezension:Reiseführer Provence - Zeit für das Beste: duftender Lavendel und türkisfarbenes Meer an der Cote d'Azur. Highlights - Geheimtipps - Wohlfühladressen für Ihren Urlaub in der Provence (Taschenbuch)

Dieser Taschenbuchreiseführer mit 50 Hightlights, vielen Geheimtipps und Wohlfühladressen wurde von dem Autor Folker Kraus-Weysser und dem Fotografen Franz Marc Frei auf den Weg gebracht.

Da ich schon sehr oft die Provence besucht habe, war es mir ein besonderes Vergnügen, die Texte und Bilder zu studieren. Gleich zu Beginn lernt man die TOP –Ten der Sehenswürdigkeiten der Region kennen. Hocherfreut sah ich, dass "Les-Baux-de Provence" dabei ist.

Nach einer mehrseitigen Einleitung, der man allgemein Wissenswertes zur Provence entnehmen kann, so auch einen historischen Überblick, der vor einer Million Jahren beginnt, werden die Highlights in fünf Kapiteln vorgestellt. Dabei handelt es sich um:

Die Nordprovence
Das historische Zentrum.
Der Midi.
Aix und der Osten.
An der Küste.

Das erste Kapitel beginnt mit der Präsentation der Weinstraße. Gezeigt werden die schönsten Dörfer und vorgestellt wird der beste Wein der Gegend. Eine Fülle von Adressen zu Sehenswürdigkeiten, Essen und Trinken, Übernachten, Aktivitäten werden im Rahmen eines jeden präsentierten Highlights kurz angesprochen, so dass man bestens ausgerüstet, die Region erkunden kann.

Natürlich ist das historische Zentrum mit Städten wie Nîmes und Avignon sehr sehenswert. Bestens beschrieben ist der Papstpalast, den ich schon besichtigt habe. Die genannten Hotels sind gut. Ich selbst habe im Hotel d`Europe übernachtet. Der Autor schreibt "Unbedingt!" Das finde auch ich. Ein unvergessliches Erlebnis. Man speist dort übrigens hervorragend.

Sehr gut auch ist der "Mont Ventoux" beschrieben. Das ist der heilige Berg der Provence. Ein Traum sind die Orte im Medi und hier der Lubéron, der Garten der Provence, die Apilles, dann auch Saint-Rémy und mein Lieblingsort Le Baux de Provence.. Schön sind Orte wie Aix –en- Provence beschrieben und auch die Orte an der Küste, die mir wieder bewusst machen, wie sehr ich die Gegend liebe, die mit vielen traumhaften Erinnerungen verbunden ist. Der Reiseführer zeigt mir, dass es noch immer viel zu erkunden gibt. Bandol macht mich neugierig, auch Orange und noch manch anderer Ort.

Die Reiseinfos zum Schluss sind auch brauchbar. Alles in allem hervorragend.

Fast hätte ich es vergessen zu erwähnen: Auf der Innenseite des aufklappbaren Buchdeckels befindet sich eine Landkarte der Provence.

Sehr empfehlenswert.

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Rezension:Brasilien, das Land des Fußballs und des Karnevals in Rio de Janeiro. Ein außergewöhnlicher


Simina Stoppa hat diesen schönen Bildband auf den Weg gebracht, der den Lesern einen guten Eindruck über Brasilien vermittelt. Das Buch ist in vier große Anschnitte untergliedert. Dabei handelt es sich um folgende:

Brasilien, eine Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft
Der Triumpf der Natur
Urbane Kontraste
Farben, Rhythmen, Tradition
Nach einen kurzen Einleitung wird man mit einer imposanten Bilderwelt konfrontiert, die stets aufs Neue durch informative Texte unterbrochen wird und den Leser auf diese Weise immer intensiver für die Schönheiten und die Vielfalt dieses Landes einnimmt.

Zunächst wird man über der Geschichte in Kenntnis gesetzt. 2000 indigene Stämme wurden von den Europäern ausgerottet, nachdem sie Brasilien erobert hatten. Das geschah im 15. Jahrhundert. Einige Stämme konnten sich in entlegene Regionen des Regenwaldes retten und ihre kulturelle Identität bewahren. Die europäische Kolonialisierung wird sehr gut abgehandelt, auch die Herrschaft Spaniens und Portugals bestens skizziert. Ich meine dies beurteilen zu können, weil ich mich im Rahmen meines Studiums ausgiebig mit Lateinamerika und der dortigen Geschichte befasst habe. Der geschichtliche Abriss endet im Heute und wird mit dem Kapitel "Der Triumpf der Natur" fortgeführt. Hier nun wartet eine Bilderfülle auf den Leser und Betrachter, die mit den Iguacu- Wasserfällen beginnen. Aufgeklärt wird man über die Artenvielfalt der brasilianischen Fauna und Flora und es ist die Rede von einem schwimmenden Paradies, einem Labyrinth aus Flüssen, Seen, Lagunen und Sümpfen. Über Amazonien, die grüne Lunge des Planeten und deren Farbenpracht wird man unterrichtet, auch über Wasserwunderwelten und die Tiere dort, über die unberührte Wildnis der Hochebenen mit ihrer geradezu magischen Atmosphäre, dazu noch über unberührte Küsten und Strände und man sieht Bilder, die einen so in ihren Bann ziehen, dass man sich fast auf Reisen fühlt.

Es folgen urbane Kontraste. Hier lernt man beeindruckende Städte kennen. Die einzelnen Städte werden durch ihre Besonderheiten im Vorfeld schon gekennzeichnet. Es ist übrigens weder Rio de Janeiro noch Sao Paulo, die ich zuerst in Augenschein nehme, sondern das grüne Manaus, mit seinem "Taetro Amazonas", dessen Kuppel 36.000 bunte Keramikfliesen enthält, die bestaunt werden wollen.

Spannend zu lesen ist das Kapitel "Farben, Rhythmen, Traditionen". Hier liest man nicht zuletzt auch Wissenswertes zu den Wurzeln der brasilianischen Religiosität, auch über Kaffee, den schwarzen Reichtum der Erde und nicht zuletzt auch über den Karneval, die sinnlichen Tänze, märchenhaften Kostüme, die mitreißende Musik und das farbenfrohe Durcheinander. Ohne die Sambaschulen von Rio wäre das alles nicht möglich. Mein Blick geht zurück zu den Wasserfällen von Iguacu. Nichts ist imposanter als dieses Naturschauspiel.

Empfehlenswert. 

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http://www.whitestar-verlag.de/

Rezension: Mystische Pfade am Rhein: 35 geheimnisvolle Wanderungen am Ober- und Mittelrhein. Geheime Kraftorte, dunkle Mythen, Burgen und Sagen entlang des Rheins in einem Wanderführer entdecken (Taschenbuch)

Antje Bayer hat einen ganz besonderen Reiseführer verfasst. Sie stellt 35 geheimnisvolle Wanderungen an Ober- und Mittelrhein vor. Dabei geht die Autorin in ihrem Vorwort zunächst auf geografische Besonderheiten ein, schreibt über bedeutende Flussübergänge, auch über die klimatischen Bedingungen am Rhein, über Rheingold, Kulinarisches für die Wanderpause, über den typischen Rhein-Wein und nicht zuletzt über die Mystik des Flusses, die ihren Ausdruck in der Rhein-Romantik findet.

Zu den einzelnen Tourenbeschreibungen werden jeweils schematisierte Infos in einem grünen Schaukasten geliefert. Hier geht es um den Tourencharakter, die Orientierung, den Gipfel, den Talort, Ausgangs- und Endpunkt, Anfahrt mit dem PKW, der Bahn oder dem Bus, die Gehzeiten, Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten, die beste Jahreszeit und Hinweise auf gutes Kartenmaterial. Alles kurz und knapp sowie einprägsam festgehalten.

Es werden immer Ausschnittkarten, Fotos sowie Tipps dargeboten und die einzelnen Wanderungen werden mit ihren Besonderheiten stets ausführlich skizziert. Zahlreiche der mystischen Pfade kenne ich, insofern kann ich mir über die Qualität der Beschreibungen ein Urteil erlauben. Einige wenige Pfade sind für mich noch fremd und machen mich von daher sehr neugierig.

Mit den Benediktinerinnen der Abteil St. Hildegard bin ich auf Facebook befreundet und habe mit einer der dortigen Nonnen im letzten Jahr bereits ein Interview machen können. Grund genug mich zunächst in die Beschreibung des 20. Mystischen Pfades zuerst zu vertiefen. Natürlich erfährt man, wer Hildegard von Bingen war. Die Benediktinerin, die im 12. Jahrhundert lebte, war eine bedeutende Universalgelehrte, deren Ruf als Naturforscherin noch heute bekannt ist. Die Abtei St. Hildegard mit dem Klosterweingut, dem Klosterladen und den Kunstwerkstätten gehört zum UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal. Es führt zu weite diese und weitere Wanderungen in der Rezension kurz nachzuzeichnen. Die Wandertour ist wirklich sehr bedacht gewählt.

Man sieht viel, wird von der Mystik inspiriert und darf sich zudem auf einen idyllischen Ausklang bei einem guten Glas Wein freuen.

Auch eine Wanderung zum Kloster Disibodenberg ist dabei- das ist der 13. mystische Pfad. In diesem Kloster erlebte Hildegard von Bingen einst ihre berühmten Visionen und verfasste dort auch ihr ersten theologisches Werk. Das Kloster Disibodenberg wurde im 7. Jahrhundert gegründet. Für mich ist dieser Ort einer der faszinierendsten Orte, die ich kenne. Wenn man den Meditationspfad während der Woche beschreitet und man dort kaum auf Menschen trifft, spürt man die Energie, die von dort ausgeht und fühlt sich hinterher überaus glücklich.

Besuchen möchte ich die Klosterruine auf dem Heiligenberg, vielleicht auch erneut "Burg Frankenstein" an der Bergstraße. Dort war ich in meiner Jugend oft mit dem Fahrrad unterwegs. Der Rundweg hat mancherlei zu bieten, was man sich nicht entgehen lassen sollte. Sehr gut beschrieben von Antje Bayer.

Das Buch enthält so viele beeindruckende Wegbeschreibungen, die jenen Menschen, die Mystik etwas abgewinnen, gewiss viel geben werden. Gelungen finde ich auch die Weg-Beschreibung "Weingüter und Klöster" –Auf Goethes Spuren. Schön, dass man auf die Weine von Schloss Johannisberg näher eingeht, denn die haben wir kürzlich auf meiner Website ausführlich vorgestellt.. Es gibt viel zu erkunden. Ein wirklich gelungener Reiseführer, den ich gerne weiterempfehle.

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Rezension: Kreuzfahrten auf der Ostsee: Urlaub an Bord - die schönsten Ziele (Gebundene Ausgabe)

Ralf Schröder ist der Autor dieses reich bebilderten Buches, dessen Thema Kreuzfahrten auf der Ostsee sind. Bereits in der Einleitung hat man Gelegenheit, sich auch fotografisch ein wenig auf das einzulassen, was den Kreuzfahrer bei einer solchen Reise auf Landausflügen erwartet, so etwa das Hamlet-Schloss Kronborg im dänischen Fährhafen Helsingor oder auch die Innenstadt Danzigs, um nur zwei Orte von vielen zu nennen. Man erfährt gleich zu Beginn, weshalb Kreuzfahrten auf der Ostsee boomen. Es sind die vielen Metropolen und Hauptstädte, die man auf einer solchen Kreuzfahrt besuchen und die vielen historischen Sehenswürdigkeiten sowie das Licht, das man bewundern kann.

Die Ostsee ist ein Nebenmeer der Nordsee. Verbunden mit ihr ist sie durch Skagerrak, Kattegat und Belte. Das Binnenmeer ist noch relativ jung. Erst um 600 n.Chr. erhielt es seine jetzige Form.

Man erfährt Wissenswertes über die Wikinger und hanseatischen Kaufleuten. 1161 stattete Heinrich der Löwe die Lübecker Gotlandfahrer mit Privilegien aus. Aus diesem Bund der nach Gotland reisenden Kaufleute entstand damals die Hanse. Zu ihren besten Zeiten waren 70 Städte Vollmitglieder.

Auf der Kreuzfahrt durch die Ostsee kann man vieles entdecken, was mit den Wikingern und der Hanse zu tun hat. Darüber wird man schon im Vorfeld kurz aufgeklärt und erfährt Näheres über die Mittelalterwoche auf Gotland, um schließlich ausführlich über den Fährverkehr auf der Ostsee informiert zu werden. Dann erst lernt man Hafenstädte kennen. Zur Sprache gebracht werden Kopenhagen, Bornholm, Stockholm, Visby, Helsinki, St. Petersburg, Tallinn, Riga, Klaipeda, Danzig, Rostock und Kiel.

Anhand einer Karte kann man genau sehen, wo die einzelnen Orte liegen. Alle Orte werden sehr gut beschrieben und man hat die Chance anhand zahlreicher Fotos, sich einen visuellen Eindruck zu verschaffen. Ich könnte ins Schwärmen geraten über all das, was ich sehe.

Die Insel Bornholm begeistert mich. Sie gehört schon immer zu Dänemark. Dort kann man nicht nur eine interessante Landschaft bewundern, sondern auch "Hammerhus" besichtigen, eine der größten Burgruinen Nordeuropas. Sicher würde mich Stockholm, mehr noch Visby interessieren. Diese Stadt auf Gotland soll sich in drei Stufen aus dem Meer erheben. 44 Türme überragen die dortige Stadtmauer. Auf der Insel gibt es 92 große Kirchen, die vom 12. bis 14. Jahrhundert entstanden sind. Auch die bizarren Gesteinsformationen überzeugen mich. Die Skulpturen werden "Raukar" genannt. Hier wurde die Natur zum Künstler.

Petersburg ist gut beschrieben, auch Tallin, ein Ort, der mich ebenfalls interessiert und ich staune der Gebäude Rigas. Wunderschön ist das 1334 erstmals erwähnte "Schwarzhäupterhaus" das 1999 originalgetreu rekonstruiert worden ist.

Danzig macht mich wehmütig und ich kann die Gründe nicht nennen. Sie sind mir nicht bewusst. Die Altstadt wurde im letzten Krieg völlig zerstört, doch sie wurde von polnischen Restauratoren wieder aufgebaut. Ein Grund sich zu freuen und sich zu überlegen, ob man sich nicht mittels Schiff nach Danzig begeben sollte. Die Hanse.. ja, ja

Ein tolles Buch, das Reiselust beschert. Die kleinen Hilfen für den Kreuzfahrtalltag auf der Ostsee zum Schluss verstärken die Reiselust.

Empfehlenswert.

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Rezension: Wirtshäuser: Eine Kulturgeschichte der Salzburger Gaststätten (Gebundene Ausgabe)

"Doch wie auch immer, Wirtshaus ist dort, wo der Gast sich «zu Hause» fühlt." (Zitat, S.207)

Gerhard Ammerer und Harald Waitzbauer haben in Mitarbeit von Jutta Baumgart eine hochinteressante Kulturgeschichte der Salzburger Gaststätten verfasst.

 Der Ort Salzburg interessiert mich schon seit langem. Deshalb auch habe ich einige Bücher über Salzburg gelesen und rezensiert. Dort war ich natürlich auch bereits. Gespeist habe ich gut. Der kredenzte Veltliner schmeckte vorzüglich.

Das vorliegende Buch umfasst 12 Kapitel und beginnt thematisch mit der Betrachtung der Entwicklung von der privaten Gastfreundschaft hin zur kommerziellen Herberge. Zunächst wird man über die Gepflogenheiten von Wallfahrern und Händlern im Hinblick auf Herbergen und Schenken informiert. Im Mittelalter entwickelte sich parallel zu den Hospizen mit der Zeit eine professionelle Gastronomie. Sie beruhte in erste Linie auf den weiträumigen Handelsaktivitäten. Nicht mehr nachvollziehen lässt sich, wo das älteste Wirtshaus der Stadt lokalisiert war, aber man weiß, dass mit zunehmender Kommerzialisierung Herbergswirte auch die Funktion von Maklern übernahmen, für Gäste Geschäfte vermittelten oder auch Waren zu treuen Händen einlagerten.

In dem reich bebilderten Buch liest man über Weinimporte und selbst erzeugtes Bier im Mittelalter in Salzburg, auch über gesetzliche Regulierungen, über Professionalisierung und fiskalischen Zugriff, den die Gaststätten entwickelten sich zunehmend zu nicht unbedeutenden Orten, konkret zu kommunikativen, wirtschaftlichen und politischen Zentren der Stadt. Aufgeklärt wird man über Gäste, Wirte und Lokalitäten in der Frühen Neuzeit, auch über Salzburger Gaststätten in der Reiseliteratur des 18. Jahrhunderts und man erfährt, dass in Salzburg trotz der massiven Krisenerscheinungen im letzten Viertel dieses Jahrhunderts, gleichwohl eine trink- und feierfreundliche Atmosphäre herrschte. Weshalb Gaststätte multifunktionale Orte waren erfährt man anhand von Beispielen auch , ja sogar über der Erwerb eines Gasthauses, die Kaufpreise, Schulden und Einnahmen wird man aufgeklärt, zudem über die Wirthaushaltung und gastronomische Festkultur. Gezeigt werden u.a. Speisepläne für vormalige Hochzeitsgesellschaften, dann auch wird man über festliche Zunftzusammenkünfte unterrichtet sowie über Tanzveranstaltungen und kann sich in die Salzburger Tanzordnung von 1794 vertiefen.

Sehr gelungen ist das Kapitel über den verzögerten Siegeszug des Kaffeehauses in Salzburg. Hier entstand im Jahre 1700 das erste Kaffeegewölbe in der Goldgasse, dem bis 1800 weitere Cafès folgten. In den letzten Jahrzehnten des 18. Jahrhundert wurden Kaffeehäuser innerhalb der sich ausbildenden bürgerlichen Öffentlichkeit zu den wichtigsten Treffpunkten als auch zu den Stätten der gehobenen Unterhaltung und Kommunikation, (vgl.: S.85). Man konnte im Kaffeehaus ohne nennenswerte ständisch-elitäre Barrieren freimütig über persönliche, literarische oder über politische Ereignisse diskutieren. Zum Modegetränk wurde der Kaffee in der Aufklärungszeit, weil er die Konzentration und die Leistungsfähigkeit steigerte und das Getränk insofern dem rationalen Diskurs zuträglich war, (vgl.: S.85)

Über Konkurrenz und Konflikte und die schwierigen Jahrzehnte des ausgehenden 18. Jahrhunderts wird man unterrichtet. Hier geht es nicht zuletzt um die Revolutionsängste und das Gasthaus als potentieller Unruheherd.

Es folgen bemerkenswerte Betrachtungen zu Gaststätten und ihrer Kundschaft in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Hier dann erfährt man nicht zuletzt mehr über Künstler und Touristen im Biedermeier und von dort führt die Zeitreise in punkto Gaststätten in Salzburg bis ins Hier und Heute. Beeindruckend neben den Texten sind die vielen alten Bilder, Fotos und Speisekarten. Alles spannend zu lesen und insofern empfehlenswert.

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Rezension: Reiseführer Dresden Zeit für das Beste: Highlights, Geheimtipps, Wohlfühladressen vom Zwinger bis zur Semperoper. Ausflugsziele in der Sächsischen Schweiz, Klettern im Bielatal, Felsenlabyrinth. (Taschenbuch)

In Dresden war ich schon mehrmals. Das vorliegende Buch der Autorin Katharina Rögner und des Fotografen Ernst Wrba mit 50 Highlights, Übersichtskarten und Detailplänen und speziellen Autorentipps haben mich allerdings erneut dazu motiviert, Dresden und vor allem dann auch die Sächsische Schweiz zu besuchen.

Die Taschenbuch-Reiseführer von Bruckmann schätze ich sehr, weil sie übersichtlich gestaltet sind und sich als ein wirklich idealer Reisebegleiter offenbaren.

Auf der Innenseite des vorderen Buchdeckels erwartet den Leser eine Stadtkarte von Dresden. Es folgt das Inhaltsverzeichnis, bevor die Top Ten der Sehenswürdigkeiten kurz erläutert werden. Den Zwinger hätte ich auch an die erste Stelle gestellt, nicht zuletzt weil dort mehrere Museen von Weltruf beherbergt sind.

Der Reiseführer ist in die
Rubriken Altstadt- Historisches Zentrum
Rund um die Altstadt
Neustadt Dresdner Norden
 Entlang der Elbe
Die Sächsische Schweiz
Rund um Dresden
untergliedert.

Vorgeschaltet ist diesen reich bebilderten Rubriken ein sehr kurzweilig zu lesendes Porträt der Stadt und der Sächsischen Schweiz, das in der rhetorischen Frage endet: Warum Dresden? Die Frage wird ausgiebig und überzeugend beantwortet. Nimmt man den ersten und den letzten Satz dieser umfangreichen Antwort, dann bleiben die Sätze "Dresden ist wie eine schöne Frau mit Charme" und "Dresden enttäuscht selten" als essentielle Merksätze übrig. Grund genug, um sich in diese Stadt aufzumachen, um zu schauen, ob diese Werbeslogans zutreffen.

Nach einem kurzen Steckbrief über Dresden, kann man sich einen historischen Überblick verschaffen. Dann beginnt der Stadtrundgang, der sehr gut beschrieben ist. Es folgen Infos und Adressen zu Restaurants, Übernachtungsmöglichkeiten, zu Aktivitäten und andere Tourismusinformationen. Der Zwinger ist vortrefflich ausgeleuchtet, das gleiche gilt für die Semperoper, die ich ähnlich wie den Zwinger bereits besucht habe. Sehr gut auch ist die Beschreibung des "Grünen Gewölbes". Hier habe ich mich gefreut, dass man doppelseitig den "Thron des Großmoguls" bewundern kann. Eine grandiose Arbeit.

Im Hotel Taschenbergpalais habe ich bereits gewohnt. Sehr gut beschrieben von der Autorin, kann ich einen Besuch dort nur empfehlen. Die Küche ist übrigens exzellent, das Ambiente traumhaft schön.

Perfekt vorgestellt wird die Frauenkirche, auch das Coselpalais und viele andere Sehenswürdigkeiten in der Altstadt, aber auch rund um diese gibt es bemerkenswerte Highlights, die man sich nicht entgehen lassen sollte, so etwa den "Große Garten", die 147 Hektar umfassende grüne Lunge der Stadt. Soweit ich dies beurteilen kann, ist alles Wesentliche im Hinblick auf die Neustadt Dresdner Norden gut abgehandelt worden, unbedingt sehenswert ist der "Kunsthof“ und auch die "Pfunds Molkerei“.

Neugierig macht mich die Rubrik "Entlang der Elbe", so etwa eine Radtour nach Blasewitz, aber auch sehr gute Beschreibungen von Schlössern wie Pillnitz. Besuchen möchte ich irgendwann auch noch die Sächsische Schweiz, natürlich dort auch Burg Stolpen, in der Gräfin Cosel lange Jahre inhaftiert war. Eine faszinierende Frau von großer Intellektualität.

Die Reiseinfos zu Dresden A-Z und der kleine Sprachführer runden den Reiseführer gekonnt ab.

Empfehlenswert.

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Rezension:Reiseführer Dubai - Vereinigte Arabische Emirate - Zeit für das Beste: Highlights - Geheimtipps -

"Seine besten Tugenden verdankt der Araber der Wüste: den Humor, den Mut und die Geduld, die Sprache, die er spricht und die leidenschaftliche Liebe zur Poesie." (Sir Wilfried Thesiger) 

Diesen Reiseführer aus der Reihe "Zeit für das Beste" sollte man in der Jacken- oder Handtasche haben, wenn man in die Vereinigten Arabischen Emirate nach Dubai reist.

Die Autorin Birgit Müller-Wöbcke und der Fotograf Udo Bernhart präsentieren 50 Highlights in Dubai und Umgebung, zudem Übersichtskarten und Detailpläne. Viele Autorentipps machen den Leser zudem mit weniger bekannten Sehenswürdigkeiten vertraut. Die Rubrik "Mal ehrlich gesagt" weist auf Touristenfallen hin.

Im aufklappbaren vorderen Buchdeckel befindet sich eine Stadtkarte. Das Buch selbst beginnt mit den Top 10 von Dubai. Es folgt anschließend u.a. ein Steckbrief von Dubai und den Emiraten und es wird mit aufschlussreichen Informationen aufgewartet, auch was Kunst, Kultur und Geschichte dort anbelangt.

Der Reiseführer ist in die Abschnitte: Bur Dubai, Sheik Zayed Road, Deira, Jumeirah, Abu Dhabi, Sharjah sowie Umgebung und Ausflüge untergliedert

Man erhält eine Fülle von Informationen zu Sehenswürdigkeiten, auch Hotels und Restaurants plus viele Fotos dazu. Es werden Spaziergänge vorgeschlagen und benannt, was man sich unbedingt anschauen sollte. Das klingt alles sehr verlockend und ein wenig wie Szenerien aus Tausend und einer Nacht. Die gezeigten Sehenswürdigkeiten und Hotels unterstreichen diesen Eindruck.

Sehr spannend finde ich auch die Infos zu Ausflügen in die Umgebung von Dubai, so etwa ein Trip durch die Wüste mit dem Auto, gewiss so unvergesslich wie all das andere geschilderte Sehenswerte.

Die Infos zu Dubai A-Z zum Schluss runden diesen Reiseführer gekonnt ab. Dubai, ein interessantes Reiseziel, das eines guten Reiseführers bedarf, denn es gibt enorm viel zu sehen. Mit dem Reiseführer aus dem Hause Bruckmann ist man bestens ausgerüstet.

Empfehlenswert.

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Rezension: Peter J. König: Cool Escapes Honeymoon Hotels & Resorts teNeues

Neben dem Jawort ist es für Frischvermählte genauso wichtig, wo es danach hingeht, wenn nach strapaziöser Feier mit der Familie und den Freunden endlich der entspannte, angenehme intime Teil der gesamten Festivitäten beginnt. Der Aufbruch in die Flitterwochen bedarf einer genauen vorherigen Planung, die Hochzeitsreise soll ja ein unvergessliches Erlebnis im Leben eines Paares sein, "das sich getraut hat". 

Schon hier können die Weichen gestellt werden, damit es gut läuft mit der neuen Zweisamkeit, zu der sich beide Partner verpflichtet haben. Um auf Nummer sicher zu gehen, hat Martin Nicholas Kunz im teNeues-Verlag einen wunderbaren Bildband aufgelegt unter dem Titel: "Cool Escapes Honeymoon Resorts". Hier werden auf allen Kontinenten ganz besondere Kleinodien vorgestellt, Hideaways, die ganz individuell, die jeweiligen Interessen der Honeymooners ideal treffen. Je nach Gusto der Liebenden können Refugien an den Gestaaden der Meere ausgewählt werden, Luxuscamps in den tierreichen Reservaten Ost-und Südafrikas, Paläste aus Tausendundeiner Nacht im nördlichen Afrika, aber auch in Indien und in Fernost. 

Flittern lässt sich in den USA, ebenso wie in Zentral-Europa in zu prächtigen Hotelpalästen umgebauten Herrensitzen oder Schlössern, die an Privatheit nicht zu überbieten sind. Vom Luxus verwöhnt, von dezentem Personal umsorgt, kann die "Reise ins Glück" ungestört auf die angenehmste Weise beginnen, schließlich will man davon ja ein Leben lang zehren. 

Der Autor hat sich mit dem teNeues-Verlag die allergrößte Mühe gegeben, nur die edelsten Preziosen der internationalen Hotellerie auszuwählen, jedes Haus für sich ist ein Juwel. Damit sie auch angemessen in diesem Bildband in Szene gesetzt werden, haben die renommiertesten Fotografen die Objekte ins beste Licht gerückt. Deshalb ist es  nur zu verständlich, dass auch viele jung gebliebenen Paare erneut auf Reisen gehen wollen, das Angebot in diesem Bildwerk ist gar zu verlockend. 

In vier Kapitel untergliedert, wird die Welt des schönen Urlaubsgenusses dem Betrachter wie folgt nahe gebracht:

01 Africa &Middle East
02 Asia & South Pacific 
03 Americas 
04 Europe  

Den einzelnen Kontinenten zugeordnet, findet man dann die jeweiligen Hotelanlagen, die mit besonders beeindruckenden Aufnahmen gezeigt werden und mit informativen Begleittexten versehen worden sind. Neben dem Inhaltsverzeichnis wartet zu Beginn der Map Index auf, eine Weltkarte, auf der die jeweiligen Standorte gut sichtbar entdeckt werden. Hier hat man sofort einen Überblick,  in welcher Region der Welt das ausgesuchte Honeymoon-Domizil auf die Flitterwöchler wartet. 

Damit der Bildband nicht zu theoretisch besprochen wird, nun einige Leckerbissen an Cool Escapes von allen Kontinenten: In Africa and Middle East warten z. B. in Marrakesch das Royal Mansour oder das Hotel Selman auf, zwei Märchenpaläste wie in einem arabischen Traum. In Abu Dhabi das Qasr Al Sarab Desert Resort ähnelt eher einer Fata Morgana in der Wüste und ist doch purer Luxus. Joy´s Camp in Kenia und Klein´s Camp in der Serengeti von Tansania bieten fast hautnahen Kontakt zu der einmaligen Tierwelt Ostafrikas. 

Wer lieber eine Strandvilla im Indischen Ozean vorzieht, der turtelt auf den Seychellen im Banyan Tree Resort. In Asia and South Pacific wäre zunächst da mit dem Devi Garh By Lebua ein Palasthotel, das dem Maharadscha von Udaipur hätte dienen können, so ist es aber eines der nobelsten Quartiere in Indien geworden. Mit dem Park Hyatt Maldives Hadahaa werden Südseeträume erfüllt, mitten im Indischen Ozean. Die westliche Hemisphäre wartet mit dem Flair der Karibik und den Herrenhäuser in den malerischen Weiten der nordamerikanischen Landschaft auf. 

Auch hierzu zwei wunderschöne Häuser, auf St. Lucia das Sugar Beach Resort und das Mayflower Inn&Spa in Connecticut. Bleibt last but not least Europa in seiner kulturellen und klimatischen Vielfalt. Ganz klassisch das Le Manoir Aux Quat`Saisons, nicht wie man auf Grund des französischen Hotelnamens annehmen könnte in Frankreich sondern in Oxfordshire U.K. Schloss Eberstein im Schwarzwald zaubert Burgromantik herbei, während Hotel Seesteg auf Norderney raue Nordseeluft und gemütliche Atmosphäre am Designerkamin vermittelt. 

Mit der Villa Feltrinelli am Gardasee soll die Reise durch die wunderbaren Hotels rund um den Globus beendet werden. Jedes ist ein Besuch wert, in jedem ist die Hochzeitsreise perfekt arrangiert. Mehrere Dutzend dieser Cool Escapes werden außerdem noch vorgestellt. Wie alle Bildbände aus der Serie Cool Escapes von teNeues ist auch dieser Honeymoon Hotels&Resorts Band auf der "teNeues interactive app" vorhanden, sodass man mit dem Tablet-Computer oder dem SmartPhone , gleichgültig wo man ist, sich die Bilder und Informationen aus diesem Werk herunterladen kann. 

Fazit: Sehr empfehlenswert

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Rezension: Peter Jakob König:Cool Escapes Mallorca teNeues

Der teNeues Verlag hat schon verschiedene Formate an attraktiven Bildbänden verlegt, die sich mit Städten wie New York oder Berlin befasst haben, aber auch mit stilprägenden Hideways auf Mallorca und Ibiza, ebenso wunderbare Beach-Hotels oder ausgesuchte Plätze für Honeymooners visualisiert 

Der hier vorliegende Band hat erneut die Baleareninsel Mallorca zum Thema. Der Titel "Cool Escapes" zeigt schon an, wie und auf welche Weise die Lieblingsinsel der Deutschen angegangen worden ist, cool und dort wo gemeinhin "Greti und Pleti" nicht unbedingt zu finden sind. Damit man Mallorca auf differenzierte Art besser kennenlernt, wurden insgesamt fünf große Themenkreise gewählt, die grundsätzlich im Interesse des interessierten Reisenden stehen. 

Da ist zu Beginn natürlich die Frage: Wo finde ich die entsprechend coole Unterkunft, das Refugium meiner Wahl, das meinem ureigenen Life-Style entspricht und wo ich mich dementsprechend wohlfühlen kann?

Diese Frage beantwortet das erste Kapitel mit der Überschrift: "Your Stay". Hier werden insgesamt 25 ausgesuchte Hotels, Resorts +Fincas bildlich vorgestellt und mit erläuternden Textbeiträgen beschrieben. Alle Objekte sind über die gesamte Insel verteilt und je nach Geschmack lässt sich am Strand, im pittoresken Inneren der Insel oder in einer besonders coolen Designerherberge im Zentrum von Palma verweilen. Jedes Haus für sich hat eine ganz besondere individuelle Note und besticht dadurch per se. 

Da das Werk kein puristischer Bildband ist, werden die Daten gleich mitgeliefert, denn man erfährt von jeder Bleibe neben der Anschrift,  die Telefonnummer, die E-Mail Adresse, die Übernachtungspreise, auch um welche Art von Unterkunft es sich handelt und ganz wichtig, womit man zahlen darf, wenn man einige Zeit hier verbracht hat. Alles zusammen mutet wie ein edler Reiseführer an und dies ist ja auch so bezweckt worden. 

Die folgenden vier Kapitel wurden nach der gleichen Machart entwickelt. Dabei handelt es sich um die Themenkreise: Culinary Escapes, Nightlife Escapes, Shopping Escapes und Culture&Nature. 

Culinary Escapes sind mindestens genauso wichtig wie das richtige "Betten". Ausgesuchte Restaurants und Cafés wollen gefunden sein. In-Places oder "Großes Kino", also da,  wo Sterneköche am Werk sind, werden jetzt vorgestellt, auch mit ihren besonderen Rezepturen. Die Ergebnisse auf Hochglanzpapier überzeugen den Betrachter. Auch hier wieder die dazu gehörigen Daten, sodass jeder gleich im Bild ist, ob´s passt oder nicht. 

Je öfter man sich die wunderbaren Aufnahmen in diesem Bildband ansieht, umso mehr wird man überzeugt davon, dass alles passt. Die Auswahl von besonderen Restaurants ist vielfältig, ob unter freiem Himmel, als besonderes mallorquinisches Ambiente oder cool nordisch, ja selbst in einem österreichischen Stadel kann man nobel speisen. Kulinarisch bleiben keine Wünsche offen, auch hierfür sorgt der Bildband von teNeues. 

Clubs, Bars +Lounges werden anschließend thematisiert, ganz wie man es in seinen freien Stunden gerne hat. In der Rubrik "Nightlife Escapes" wird man mit dem Angesagtesten verwöhnt, was die Insel bietet. Natürlich mit einer Reihe von Beach-Clubs, wo jeder zu den Reichen und Schönen zählt, wenn es erst einmal dunkel geworden ist. Aber auch in einer mallorquinischen Tapa-Bar mit authentischer Atmosphäre lassen sich schöne Stunden verbringen, wie den Bildern zu entnehmen ist. Der Möglichkeiten gibt es viele und damit man die Plätze auch sofort findet, hält das Buch auch hier die entsprechenden Daten bereit. 

Stores, Boutiques +Showrooms gibt es bei den "Shopping Escapes". Die Auswahl ist groß, Design bestimmt jeden ausgesuchten Ort. Von Kleidern, handgefertigten Schuhen über edle Stoffe zum Einrichten bis hin zu besonderen Lebensmittel, die die Insel bereithält, hier in diesem Bildband wird man exklusiv informiert.

 Kontaktaufnahme wie bereits erwähnt, kein Problem. Bleibt zum Schluss noch der kulturelle Aspekt unter: "Experience culture and nature". Der Untertitel sagt dazu, es handelt sich hier um Highlights von Art+Architecture. Gezeigt werden grandiose Fotos von Galerien und architektonischen Besonderheiten, die sowohl Museen, Weinkeller, alte Paläste und auch das Kloster, wo einst Chopin mit George Sand einen Winter verbracht hat, einschließen. 

Dies sind nur einige Highlights aus einer Fülle von Möglichkeiten auf Mallorca seinen Informationstrieb oder seinen Bildungshunger zu stillen. Das hier vorliegende Werk bereitet den interessierten Leser mit ästhetischen Bildaufnahmen darauf vor und die praktischen Hinweise runden das notwendige Wissen ab. Wie vom teNeues Verlag bekannt, sind in diesem Oeuvre nur die allerbesten Fotografen ans Werk gegangen. 

Überzeugt hat die Auswahl der einzelnen Adressen, denn mit dem üblichen Mallorca-Klischee hat dieser Bildband absolut nichts gemein. Dies macht das Gezeigte auch so interessant und wertvoll. Die praktische Komponente ist überaus lobenswert, denn sollte der eine oder andere Leser demnächst sich nach Mallorca aufmachen, weiß er schon jetzt, wohin es sich unbedingt lohnt zu reisen. Im Grunde genommen hat teNeues aus vier Bänden einen einzigen kreiert. Aus einem Bildband, einem Reiseführer, einem Kunstband und einem Kochbuch ist ein wunderbares Gesamtwerk entstanden, das vieles Beeindruckende von Mallorca zeigt und dabei auch immer die besondere Atmosphäre der Insel herüber bringt. 

Sehr empfehlenswert.

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Rezension: Wahre Wunder der Welt: Die Geheimnisse hinter den schönsten Natur- und Kulturschätzen unserer Erde - Grand Canyon, Salar de Uyuni, Pyramiden von Gizeh, Nazca-Linien in faszinierenden Bildern (Gebundene Ausgabe)

"Wer sich nicht mehr wundern kann, der ist seelisch bereits tot". Albert Einstein (1879-1955)

Wie man dem Vorwort dieses besonderen Reisebuches von Jheni Osman entnehmen kann, möchte er durch sein bildreiches Werk zum Reisen ermuntern und entsprechend anregen. Das geschieht dadurch, dass der Leser "Wunderwerke" der Natur aber auch der Menschen entgegen gebracht bekommt und wie ein Kind staunen darf.

Die gezeigten Wunder der Erde kann man zunächst auf einer doppelseitigen Karte lokalisieren. Zugeordnet sind sie dann den Rubriken 

Werke der Natur 
Werke des Menschen 

Insgesamt 20 Naturwunder und 30 Wunderwerke des Menschen werden vorgestellt. Dabei warten schöne Fotos auf den Betrachter, dazu kommen Textportäts, Infos zur jeweiligen Anreise, zudem auch Infos zu lohnenden Zielen im jeweiligen Umfeld, sowie erläuternde Skizzen der Entstehungsprozesse und Techniken.

Die Reise zu den schönsten Natur-und Kulturschätzen beginnt in der Arktis. Dort lernt man die Nordlichter kennen, die in klaren dunklen Nächten von September bis März in nördlichen Regionen zu beobachten sind. So etwa in Kanada, Alaska, Russland, Schottland und Skandinavien. Das Phänomen, über das man hier näher aufgeklärt wird, heißt in der südlichen Hemisphäre übrigens Aurora australis. Man lernt fantastische Naturwunder kennen, unter diesen natürlich das Great Barrier Reef, auch die Iguazú –Fälle und der Grand Canyon. Alles sehr gut beschrieben und überaus beeindruckend.

Wundervoll auch die architektonischen und künstlerischen Meisterleistungen von Menschen. Der Steinkreis von Stonehenge gibt offenbar noch immer Rätsel auf. Mit am meisten beeindruckt mich Petra, die riesige Stadt in Jordanien, die vor 2000 Jahren aus roten Sandsteinfelsen am Rande der Arabischen Wüste gehauen wurde. Das Kolosseum in Rom wird sehr gut skizziert. Dass dort einst 50 000 Zuschauer das Blut der Gladiatoren forderten, wusste ich bislang noch nicht. Man erhält einen sehr guten Eindruck von dem Gebäude, in dem es Aufzüge für die wilden Tiere gab, die über Falltüren plötzlich auftauchen konnten, um die Gladiatoren anzufallen. Hat sich die blutrünstige Gaff- Lust des Mobs seither geändert? Ich befürchte nicht. Brot und Spiele im neuen Gewand werden leider von Machtmenschen noch immer erfolgreich eingesetzt, um den Mob bei Laune zu halten.

Sehr schön, dass man die Alhambra nicht vergessen hat und auch nicht das Taj Mahal, das Symbol unsterblicher Liebe. Königin Mumtaz Mahal verlor ihr Leben bei der Geburt ihres 14. Kindes. Das war am 17. Juni 1631. Die Haare ihres liebenden Gatten Shah Jahan ergrauten über Nacht und als er seine tiefe Trauer überwunden hatte, baute er das Mausoleum für seine Herzenskönigin. Auch zu solchen Handlungen sind Menschen fähig, aber nur dann wenn sie lieben.

Es führt zu weit alles hier aufzulisten, erwähnen möchte ich Sagrada Família von Antoni Gaudi in Barcelona, die mich ebenso Staunen macht wie die geistige Heimstadt des Dalai Lama, sprich der Potala –Palast.

Es ist schön, wenn man sich wundern und staunen darf. Das macht mich stets dankbar.

Empfehlenswert.

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