Rezension: Kreuzfahrten auf der Ostsee: Urlaub an Bord - die schönsten Ziele (Gebundene Ausgabe)

Ralf Schröder ist der Autor dieses reich bebilderten Buches, dessen Thema Kreuzfahrten auf der Ostsee sind. Bereits in der Einleitung hat man Gelegenheit, sich auch fotografisch ein wenig auf das einzulassen, was den Kreuzfahrer bei einer solchen Reise auf Landausflügen erwartet, so etwa das Hamlet-Schloss Kronborg im dänischen Fährhafen Helsingor oder auch die Innenstadt Danzigs, um nur zwei Orte von vielen zu nennen. Man erfährt gleich zu Beginn, weshalb Kreuzfahrten auf der Ostsee boomen. Es sind die vielen Metropolen und Hauptstädte, die man auf einer solchen Kreuzfahrt besuchen und die vielen historischen Sehenswürdigkeiten sowie das Licht, das man bewundern kann.

Die Ostsee ist ein Nebenmeer der Nordsee. Verbunden mit ihr ist sie durch Skagerrak, Kattegat und Belte. Das Binnenmeer ist noch relativ jung. Erst um 600 n.Chr. erhielt es seine jetzige Form.

Man erfährt Wissenswertes über die Wikinger und hanseatischen Kaufleuten. 1161 stattete Heinrich der Löwe die Lübecker Gotlandfahrer mit Privilegien aus. Aus diesem Bund der nach Gotland reisenden Kaufleute entstand damals die Hanse. Zu ihren besten Zeiten waren 70 Städte Vollmitglieder.

Auf der Kreuzfahrt durch die Ostsee kann man vieles entdecken, was mit den Wikingern und der Hanse zu tun hat. Darüber wird man schon im Vorfeld kurz aufgeklärt und erfährt Näheres über die Mittelalterwoche auf Gotland, um schließlich ausführlich über den Fährverkehr auf der Ostsee informiert zu werden. Dann erst lernt man Hafenstädte kennen. Zur Sprache gebracht werden Kopenhagen, Bornholm, Stockholm, Visby, Helsinki, St. Petersburg, Tallinn, Riga, Klaipeda, Danzig, Rostock und Kiel.

Anhand einer Karte kann man genau sehen, wo die einzelnen Orte liegen. Alle Orte werden sehr gut beschrieben und man hat die Chance anhand zahlreicher Fotos, sich einen visuellen Eindruck zu verschaffen. Ich könnte ins Schwärmen geraten über all das, was ich sehe.

Die Insel Bornholm begeistert mich. Sie gehört schon immer zu Dänemark. Dort kann man nicht nur eine interessante Landschaft bewundern, sondern auch "Hammerhus" besichtigen, eine der größten Burgruinen Nordeuropas. Sicher würde mich Stockholm, mehr noch Visby interessieren. Diese Stadt auf Gotland soll sich in drei Stufen aus dem Meer erheben. 44 Türme überragen die dortige Stadtmauer. Auf der Insel gibt es 92 große Kirchen, die vom 12. bis 14. Jahrhundert entstanden sind. Auch die bizarren Gesteinsformationen überzeugen mich. Die Skulpturen werden "Raukar" genannt. Hier wurde die Natur zum Künstler.

Petersburg ist gut beschrieben, auch Tallin, ein Ort, der mich ebenfalls interessiert und ich staune der Gebäude Rigas. Wunderschön ist das 1334 erstmals erwähnte "Schwarzhäupterhaus" das 1999 originalgetreu rekonstruiert worden ist.

Danzig macht mich wehmütig und ich kann die Gründe nicht nennen. Sie sind mir nicht bewusst. Die Altstadt wurde im letzten Krieg völlig zerstört, doch sie wurde von polnischen Restauratoren wieder aufgebaut. Ein Grund sich zu freuen und sich zu überlegen, ob man sich nicht mittels Schiff nach Danzig begeben sollte. Die Hanse.. ja, ja

Ein tolles Buch, das Reiselust beschert. Die kleinen Hilfen für den Kreuzfahrtalltag auf der Ostsee zum Schluss verstärken die Reiselust.

Empfehlenswert.

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Rezension: Wirtshäuser: Eine Kulturgeschichte der Salzburger Gaststätten (Gebundene Ausgabe)

"Doch wie auch immer, Wirtshaus ist dort, wo der Gast sich «zu Hause» fühlt." (Zitat, S.207)

Gerhard Ammerer und Harald Waitzbauer haben in Mitarbeit von Jutta Baumgart eine hochinteressante Kulturgeschichte der Salzburger Gaststätten verfasst.

 Der Ort Salzburg interessiert mich schon seit langem. Deshalb auch habe ich einige Bücher über Salzburg gelesen und rezensiert. Dort war ich natürlich auch bereits. Gespeist habe ich gut. Der kredenzte Veltliner schmeckte vorzüglich.

Das vorliegende Buch umfasst 12 Kapitel und beginnt thematisch mit der Betrachtung der Entwicklung von der privaten Gastfreundschaft hin zur kommerziellen Herberge. Zunächst wird man über die Gepflogenheiten von Wallfahrern und Händlern im Hinblick auf Herbergen und Schenken informiert. Im Mittelalter entwickelte sich parallel zu den Hospizen mit der Zeit eine professionelle Gastronomie. Sie beruhte in erste Linie auf den weiträumigen Handelsaktivitäten. Nicht mehr nachvollziehen lässt sich, wo das älteste Wirtshaus der Stadt lokalisiert war, aber man weiß, dass mit zunehmender Kommerzialisierung Herbergswirte auch die Funktion von Maklern übernahmen, für Gäste Geschäfte vermittelten oder auch Waren zu treuen Händen einlagerten.

In dem reich bebilderten Buch liest man über Weinimporte und selbst erzeugtes Bier im Mittelalter in Salzburg, auch über gesetzliche Regulierungen, über Professionalisierung und fiskalischen Zugriff, den die Gaststätten entwickelten sich zunehmend zu nicht unbedeutenden Orten, konkret zu kommunikativen, wirtschaftlichen und politischen Zentren der Stadt. Aufgeklärt wird man über Gäste, Wirte und Lokalitäten in der Frühen Neuzeit, auch über Salzburger Gaststätten in der Reiseliteratur des 18. Jahrhunderts und man erfährt, dass in Salzburg trotz der massiven Krisenerscheinungen im letzten Viertel dieses Jahrhunderts, gleichwohl eine trink- und feierfreundliche Atmosphäre herrschte. Weshalb Gaststätte multifunktionale Orte waren erfährt man anhand von Beispielen auch , ja sogar über der Erwerb eines Gasthauses, die Kaufpreise, Schulden und Einnahmen wird man aufgeklärt, zudem über die Wirthaushaltung und gastronomische Festkultur. Gezeigt werden u.a. Speisepläne für vormalige Hochzeitsgesellschaften, dann auch wird man über festliche Zunftzusammenkünfte unterrichtet sowie über Tanzveranstaltungen und kann sich in die Salzburger Tanzordnung von 1794 vertiefen.

Sehr gelungen ist das Kapitel über den verzögerten Siegeszug des Kaffeehauses in Salzburg. Hier entstand im Jahre 1700 das erste Kaffeegewölbe in der Goldgasse, dem bis 1800 weitere Cafès folgten. In den letzten Jahrzehnten des 18. Jahrhundert wurden Kaffeehäuser innerhalb der sich ausbildenden bürgerlichen Öffentlichkeit zu den wichtigsten Treffpunkten als auch zu den Stätten der gehobenen Unterhaltung und Kommunikation, (vgl.: S.85). Man konnte im Kaffeehaus ohne nennenswerte ständisch-elitäre Barrieren freimütig über persönliche, literarische oder über politische Ereignisse diskutieren. Zum Modegetränk wurde der Kaffee in der Aufklärungszeit, weil er die Konzentration und die Leistungsfähigkeit steigerte und das Getränk insofern dem rationalen Diskurs zuträglich war, (vgl.: S.85)

Über Konkurrenz und Konflikte und die schwierigen Jahrzehnte des ausgehenden 18. Jahrhunderts wird man unterrichtet. Hier geht es nicht zuletzt um die Revolutionsängste und das Gasthaus als potentieller Unruheherd.

Es folgen bemerkenswerte Betrachtungen zu Gaststätten und ihrer Kundschaft in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Hier dann erfährt man nicht zuletzt mehr über Künstler und Touristen im Biedermeier und von dort führt die Zeitreise in punkto Gaststätten in Salzburg bis ins Hier und Heute. Beeindruckend neben den Texten sind die vielen alten Bilder, Fotos und Speisekarten. Alles spannend zu lesen und insofern empfehlenswert.

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Rezension: Reiseführer Dresden Zeit für das Beste: Highlights, Geheimtipps, Wohlfühladressen vom Zwinger bis zur Semperoper. Ausflugsziele in der Sächsischen Schweiz, Klettern im Bielatal, Felsenlabyrinth. (Taschenbuch)

In Dresden war ich schon mehrmals. Das vorliegende Buch der Autorin Katharina Rögner und des Fotografen Ernst Wrba mit 50 Highlights, Übersichtskarten und Detailplänen und speziellen Autorentipps haben mich allerdings erneut dazu motiviert, Dresden und vor allem dann auch die Sächsische Schweiz zu besuchen.

Die Taschenbuch-Reiseführer von Bruckmann schätze ich sehr, weil sie übersichtlich gestaltet sind und sich als ein wirklich idealer Reisebegleiter offenbaren.

Auf der Innenseite des vorderen Buchdeckels erwartet den Leser eine Stadtkarte von Dresden. Es folgt das Inhaltsverzeichnis, bevor die Top Ten der Sehenswürdigkeiten kurz erläutert werden. Den Zwinger hätte ich auch an die erste Stelle gestellt, nicht zuletzt weil dort mehrere Museen von Weltruf beherbergt sind.

Der Reiseführer ist in die
Rubriken Altstadt- Historisches Zentrum
Rund um die Altstadt
Neustadt Dresdner Norden
 Entlang der Elbe
Die Sächsische Schweiz
Rund um Dresden
untergliedert.

Vorgeschaltet ist diesen reich bebilderten Rubriken ein sehr kurzweilig zu lesendes Porträt der Stadt und der Sächsischen Schweiz, das in der rhetorischen Frage endet: Warum Dresden? Die Frage wird ausgiebig und überzeugend beantwortet. Nimmt man den ersten und den letzten Satz dieser umfangreichen Antwort, dann bleiben die Sätze "Dresden ist wie eine schöne Frau mit Charme" und "Dresden enttäuscht selten" als essentielle Merksätze übrig. Grund genug, um sich in diese Stadt aufzumachen, um zu schauen, ob diese Werbeslogans zutreffen.

Nach einem kurzen Steckbrief über Dresden, kann man sich einen historischen Überblick verschaffen. Dann beginnt der Stadtrundgang, der sehr gut beschrieben ist. Es folgen Infos und Adressen zu Restaurants, Übernachtungsmöglichkeiten, zu Aktivitäten und andere Tourismusinformationen. Der Zwinger ist vortrefflich ausgeleuchtet, das gleiche gilt für die Semperoper, die ich ähnlich wie den Zwinger bereits besucht habe. Sehr gut auch ist die Beschreibung des "Grünen Gewölbes". Hier habe ich mich gefreut, dass man doppelseitig den "Thron des Großmoguls" bewundern kann. Eine grandiose Arbeit.

Im Hotel Taschenbergpalais habe ich bereits gewohnt. Sehr gut beschrieben von der Autorin, kann ich einen Besuch dort nur empfehlen. Die Küche ist übrigens exzellent, das Ambiente traumhaft schön.

Perfekt vorgestellt wird die Frauenkirche, auch das Coselpalais und viele andere Sehenswürdigkeiten in der Altstadt, aber auch rund um diese gibt es bemerkenswerte Highlights, die man sich nicht entgehen lassen sollte, so etwa den "Große Garten", die 147 Hektar umfassende grüne Lunge der Stadt. Soweit ich dies beurteilen kann, ist alles Wesentliche im Hinblick auf die Neustadt Dresdner Norden gut abgehandelt worden, unbedingt sehenswert ist der "Kunsthof“ und auch die "Pfunds Molkerei“.

Neugierig macht mich die Rubrik "Entlang der Elbe", so etwa eine Radtour nach Blasewitz, aber auch sehr gute Beschreibungen von Schlössern wie Pillnitz. Besuchen möchte ich irgendwann auch noch die Sächsische Schweiz, natürlich dort auch Burg Stolpen, in der Gräfin Cosel lange Jahre inhaftiert war. Eine faszinierende Frau von großer Intellektualität.

Die Reiseinfos zu Dresden A-Z und der kleine Sprachführer runden den Reiseführer gekonnt ab.

Empfehlenswert.

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Rezension:Reiseführer Dubai - Vereinigte Arabische Emirate - Zeit für das Beste: Highlights - Geheimtipps -

"Seine besten Tugenden verdankt der Araber der Wüste: den Humor, den Mut und die Geduld, die Sprache, die er spricht und die leidenschaftliche Liebe zur Poesie." (Sir Wilfried Thesiger) 

Diesen Reiseführer aus der Reihe "Zeit für das Beste" sollte man in der Jacken- oder Handtasche haben, wenn man in die Vereinigten Arabischen Emirate nach Dubai reist.

Die Autorin Birgit Müller-Wöbcke und der Fotograf Udo Bernhart präsentieren 50 Highlights in Dubai und Umgebung, zudem Übersichtskarten und Detailpläne. Viele Autorentipps machen den Leser zudem mit weniger bekannten Sehenswürdigkeiten vertraut. Die Rubrik "Mal ehrlich gesagt" weist auf Touristenfallen hin.

Im aufklappbaren vorderen Buchdeckel befindet sich eine Stadtkarte. Das Buch selbst beginnt mit den Top 10 von Dubai. Es folgt anschließend u.a. ein Steckbrief von Dubai und den Emiraten und es wird mit aufschlussreichen Informationen aufgewartet, auch was Kunst, Kultur und Geschichte dort anbelangt.

Der Reiseführer ist in die Abschnitte: Bur Dubai, Sheik Zayed Road, Deira, Jumeirah, Abu Dhabi, Sharjah sowie Umgebung und Ausflüge untergliedert

Man erhält eine Fülle von Informationen zu Sehenswürdigkeiten, auch Hotels und Restaurants plus viele Fotos dazu. Es werden Spaziergänge vorgeschlagen und benannt, was man sich unbedingt anschauen sollte. Das klingt alles sehr verlockend und ein wenig wie Szenerien aus Tausend und einer Nacht. Die gezeigten Sehenswürdigkeiten und Hotels unterstreichen diesen Eindruck.

Sehr spannend finde ich auch die Infos zu Ausflügen in die Umgebung von Dubai, so etwa ein Trip durch die Wüste mit dem Auto, gewiss so unvergesslich wie all das andere geschilderte Sehenswerte.

Die Infos zu Dubai A-Z zum Schluss runden diesen Reiseführer gekonnt ab. Dubai, ein interessantes Reiseziel, das eines guten Reiseführers bedarf, denn es gibt enorm viel zu sehen. Mit dem Reiseführer aus dem Hause Bruckmann ist man bestens ausgerüstet.

Empfehlenswert.

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Rezension: Peter J. König: Cool Escapes Honeymoon Hotels & Resorts teNeues

Neben dem Jawort ist es für Frischvermählte genauso wichtig, wo es danach hingeht, wenn nach strapaziöser Feier mit der Familie und den Freunden endlich der entspannte, angenehme intime Teil der gesamten Festivitäten beginnt. Der Aufbruch in die Flitterwochen bedarf einer genauen vorherigen Planung, die Hochzeitsreise soll ja ein unvergessliches Erlebnis im Leben eines Paares sein, "das sich getraut hat". 

Schon hier können die Weichen gestellt werden, damit es gut läuft mit der neuen Zweisamkeit, zu der sich beide Partner verpflichtet haben. Um auf Nummer sicher zu gehen, hat Martin Nicholas Kunz im teNeues-Verlag einen wunderbaren Bildband aufgelegt unter dem Titel: "Cool Escapes Honeymoon Resorts". Hier werden auf allen Kontinenten ganz besondere Kleinodien vorgestellt, Hideaways, die ganz individuell, die jeweiligen Interessen der Honeymooners ideal treffen. Je nach Gusto der Liebenden können Refugien an den Gestaaden der Meere ausgewählt werden, Luxuscamps in den tierreichen Reservaten Ost-und Südafrikas, Paläste aus Tausendundeiner Nacht im nördlichen Afrika, aber auch in Indien und in Fernost. 

Flittern lässt sich in den USA, ebenso wie in Zentral-Europa in zu prächtigen Hotelpalästen umgebauten Herrensitzen oder Schlössern, die an Privatheit nicht zu überbieten sind. Vom Luxus verwöhnt, von dezentem Personal umsorgt, kann die "Reise ins Glück" ungestört auf die angenehmste Weise beginnen, schließlich will man davon ja ein Leben lang zehren. 

Der Autor hat sich mit dem teNeues-Verlag die allergrößte Mühe gegeben, nur die edelsten Preziosen der internationalen Hotellerie auszuwählen, jedes Haus für sich ist ein Juwel. Damit sie auch angemessen in diesem Bildband in Szene gesetzt werden, haben die renommiertesten Fotografen die Objekte ins beste Licht gerückt. Deshalb ist es  nur zu verständlich, dass auch viele jung gebliebenen Paare erneut auf Reisen gehen wollen, das Angebot in diesem Bildwerk ist gar zu verlockend. 

In vier Kapitel untergliedert, wird die Welt des schönen Urlaubsgenusses dem Betrachter wie folgt nahe gebracht:

01 Africa &Middle East
02 Asia & South Pacific 
03 Americas 
04 Europe  

Den einzelnen Kontinenten zugeordnet, findet man dann die jeweiligen Hotelanlagen, die mit besonders beeindruckenden Aufnahmen gezeigt werden und mit informativen Begleittexten versehen worden sind. Neben dem Inhaltsverzeichnis wartet zu Beginn der Map Index auf, eine Weltkarte, auf der die jeweiligen Standorte gut sichtbar entdeckt werden. Hier hat man sofort einen Überblick,  in welcher Region der Welt das ausgesuchte Honeymoon-Domizil auf die Flitterwöchler wartet. 

Damit der Bildband nicht zu theoretisch besprochen wird, nun einige Leckerbissen an Cool Escapes von allen Kontinenten: In Africa and Middle East warten z. B. in Marrakesch das Royal Mansour oder das Hotel Selman auf, zwei Märchenpaläste wie in einem arabischen Traum. In Abu Dhabi das Qasr Al Sarab Desert Resort ähnelt eher einer Fata Morgana in der Wüste und ist doch purer Luxus. Joy´s Camp in Kenia und Klein´s Camp in der Serengeti von Tansania bieten fast hautnahen Kontakt zu der einmaligen Tierwelt Ostafrikas. 

Wer lieber eine Strandvilla im Indischen Ozean vorzieht, der turtelt auf den Seychellen im Banyan Tree Resort. In Asia and South Pacific wäre zunächst da mit dem Devi Garh By Lebua ein Palasthotel, das dem Maharadscha von Udaipur hätte dienen können, so ist es aber eines der nobelsten Quartiere in Indien geworden. Mit dem Park Hyatt Maldives Hadahaa werden Südseeträume erfüllt, mitten im Indischen Ozean. Die westliche Hemisphäre wartet mit dem Flair der Karibik und den Herrenhäuser in den malerischen Weiten der nordamerikanischen Landschaft auf. 

Auch hierzu zwei wunderschöne Häuser, auf St. Lucia das Sugar Beach Resort und das Mayflower Inn&Spa in Connecticut. Bleibt last but not least Europa in seiner kulturellen und klimatischen Vielfalt. Ganz klassisch das Le Manoir Aux Quat`Saisons, nicht wie man auf Grund des französischen Hotelnamens annehmen könnte in Frankreich sondern in Oxfordshire U.K. Schloss Eberstein im Schwarzwald zaubert Burgromantik herbei, während Hotel Seesteg auf Norderney raue Nordseeluft und gemütliche Atmosphäre am Designerkamin vermittelt. 

Mit der Villa Feltrinelli am Gardasee soll die Reise durch die wunderbaren Hotels rund um den Globus beendet werden. Jedes ist ein Besuch wert, in jedem ist die Hochzeitsreise perfekt arrangiert. Mehrere Dutzend dieser Cool Escapes werden außerdem noch vorgestellt. Wie alle Bildbände aus der Serie Cool Escapes von teNeues ist auch dieser Honeymoon Hotels&Resorts Band auf der "teNeues interactive app" vorhanden, sodass man mit dem Tablet-Computer oder dem SmartPhone , gleichgültig wo man ist, sich die Bilder und Informationen aus diesem Werk herunterladen kann. 

Fazit: Sehr empfehlenswert

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Rezension: Peter Jakob König:Cool Escapes Mallorca teNeues

Der teNeues Verlag hat schon verschiedene Formate an attraktiven Bildbänden verlegt, die sich mit Städten wie New York oder Berlin befasst haben, aber auch mit stilprägenden Hideways auf Mallorca und Ibiza, ebenso wunderbare Beach-Hotels oder ausgesuchte Plätze für Honeymooners visualisiert 

Der hier vorliegende Band hat erneut die Baleareninsel Mallorca zum Thema. Der Titel "Cool Escapes" zeigt schon an, wie und auf welche Weise die Lieblingsinsel der Deutschen angegangen worden ist, cool und dort wo gemeinhin "Greti und Pleti" nicht unbedingt zu finden sind. Damit man Mallorca auf differenzierte Art besser kennenlernt, wurden insgesamt fünf große Themenkreise gewählt, die grundsätzlich im Interesse des interessierten Reisenden stehen. 

Da ist zu Beginn natürlich die Frage: Wo finde ich die entsprechend coole Unterkunft, das Refugium meiner Wahl, das meinem ureigenen Life-Style entspricht und wo ich mich dementsprechend wohlfühlen kann?

Diese Frage beantwortet das erste Kapitel mit der Überschrift: "Your Stay". Hier werden insgesamt 25 ausgesuchte Hotels, Resorts +Fincas bildlich vorgestellt und mit erläuternden Textbeiträgen beschrieben. Alle Objekte sind über die gesamte Insel verteilt und je nach Geschmack lässt sich am Strand, im pittoresken Inneren der Insel oder in einer besonders coolen Designerherberge im Zentrum von Palma verweilen. Jedes Haus für sich hat eine ganz besondere individuelle Note und besticht dadurch per se. 

Da das Werk kein puristischer Bildband ist, werden die Daten gleich mitgeliefert, denn man erfährt von jeder Bleibe neben der Anschrift,  die Telefonnummer, die E-Mail Adresse, die Übernachtungspreise, auch um welche Art von Unterkunft es sich handelt und ganz wichtig, womit man zahlen darf, wenn man einige Zeit hier verbracht hat. Alles zusammen mutet wie ein edler Reiseführer an und dies ist ja auch so bezweckt worden. 

Die folgenden vier Kapitel wurden nach der gleichen Machart entwickelt. Dabei handelt es sich um die Themenkreise: Culinary Escapes, Nightlife Escapes, Shopping Escapes und Culture&Nature. 

Culinary Escapes sind mindestens genauso wichtig wie das richtige "Betten". Ausgesuchte Restaurants und Cafés wollen gefunden sein. In-Places oder "Großes Kino", also da,  wo Sterneköche am Werk sind, werden jetzt vorgestellt, auch mit ihren besonderen Rezepturen. Die Ergebnisse auf Hochglanzpapier überzeugen den Betrachter. Auch hier wieder die dazu gehörigen Daten, sodass jeder gleich im Bild ist, ob´s passt oder nicht. 

Je öfter man sich die wunderbaren Aufnahmen in diesem Bildband ansieht, umso mehr wird man überzeugt davon, dass alles passt. Die Auswahl von besonderen Restaurants ist vielfältig, ob unter freiem Himmel, als besonderes mallorquinisches Ambiente oder cool nordisch, ja selbst in einem österreichischen Stadel kann man nobel speisen. Kulinarisch bleiben keine Wünsche offen, auch hierfür sorgt der Bildband von teNeues. 

Clubs, Bars +Lounges werden anschließend thematisiert, ganz wie man es in seinen freien Stunden gerne hat. In der Rubrik "Nightlife Escapes" wird man mit dem Angesagtesten verwöhnt, was die Insel bietet. Natürlich mit einer Reihe von Beach-Clubs, wo jeder zu den Reichen und Schönen zählt, wenn es erst einmal dunkel geworden ist. Aber auch in einer mallorquinischen Tapa-Bar mit authentischer Atmosphäre lassen sich schöne Stunden verbringen, wie den Bildern zu entnehmen ist. Der Möglichkeiten gibt es viele und damit man die Plätze auch sofort findet, hält das Buch auch hier die entsprechenden Daten bereit. 

Stores, Boutiques +Showrooms gibt es bei den "Shopping Escapes". Die Auswahl ist groß, Design bestimmt jeden ausgesuchten Ort. Von Kleidern, handgefertigten Schuhen über edle Stoffe zum Einrichten bis hin zu besonderen Lebensmittel, die die Insel bereithält, hier in diesem Bildband wird man exklusiv informiert.

 Kontaktaufnahme wie bereits erwähnt, kein Problem. Bleibt zum Schluss noch der kulturelle Aspekt unter: "Experience culture and nature". Der Untertitel sagt dazu, es handelt sich hier um Highlights von Art+Architecture. Gezeigt werden grandiose Fotos von Galerien und architektonischen Besonderheiten, die sowohl Museen, Weinkeller, alte Paläste und auch das Kloster, wo einst Chopin mit George Sand einen Winter verbracht hat, einschließen. 

Dies sind nur einige Highlights aus einer Fülle von Möglichkeiten auf Mallorca seinen Informationstrieb oder seinen Bildungshunger zu stillen. Das hier vorliegende Werk bereitet den interessierten Leser mit ästhetischen Bildaufnahmen darauf vor und die praktischen Hinweise runden das notwendige Wissen ab. Wie vom teNeues Verlag bekannt, sind in diesem Oeuvre nur die allerbesten Fotografen ans Werk gegangen. 

Überzeugt hat die Auswahl der einzelnen Adressen, denn mit dem üblichen Mallorca-Klischee hat dieser Bildband absolut nichts gemein. Dies macht das Gezeigte auch so interessant und wertvoll. Die praktische Komponente ist überaus lobenswert, denn sollte der eine oder andere Leser demnächst sich nach Mallorca aufmachen, weiß er schon jetzt, wohin es sich unbedingt lohnt zu reisen. Im Grunde genommen hat teNeues aus vier Bänden einen einzigen kreiert. Aus einem Bildband, einem Reiseführer, einem Kunstband und einem Kochbuch ist ein wunderbares Gesamtwerk entstanden, das vieles Beeindruckende von Mallorca zeigt und dabei auch immer die besondere Atmosphäre der Insel herüber bringt. 

Sehr empfehlenswert.

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Rezension: Wahre Wunder der Welt: Die Geheimnisse hinter den schönsten Natur- und Kulturschätzen unserer Erde - Grand Canyon, Salar de Uyuni, Pyramiden von Gizeh, Nazca-Linien in faszinierenden Bildern (Gebundene Ausgabe)

"Wer sich nicht mehr wundern kann, der ist seelisch bereits tot". Albert Einstein (1879-1955)

Wie man dem Vorwort dieses besonderen Reisebuches von Jheni Osman entnehmen kann, möchte er durch sein bildreiches Werk zum Reisen ermuntern und entsprechend anregen. Das geschieht dadurch, dass der Leser "Wunderwerke" der Natur aber auch der Menschen entgegen gebracht bekommt und wie ein Kind staunen darf.

Die gezeigten Wunder der Erde kann man zunächst auf einer doppelseitigen Karte lokalisieren. Zugeordnet sind sie dann den Rubriken 

Werke der Natur 
Werke des Menschen 

Insgesamt 20 Naturwunder und 30 Wunderwerke des Menschen werden vorgestellt. Dabei warten schöne Fotos auf den Betrachter, dazu kommen Textportäts, Infos zur jeweiligen Anreise, zudem auch Infos zu lohnenden Zielen im jeweiligen Umfeld, sowie erläuternde Skizzen der Entstehungsprozesse und Techniken.

Die Reise zu den schönsten Natur-und Kulturschätzen beginnt in der Arktis. Dort lernt man die Nordlichter kennen, die in klaren dunklen Nächten von September bis März in nördlichen Regionen zu beobachten sind. So etwa in Kanada, Alaska, Russland, Schottland und Skandinavien. Das Phänomen, über das man hier näher aufgeklärt wird, heißt in der südlichen Hemisphäre übrigens Aurora australis. Man lernt fantastische Naturwunder kennen, unter diesen natürlich das Great Barrier Reef, auch die Iguazú –Fälle und der Grand Canyon. Alles sehr gut beschrieben und überaus beeindruckend.

Wundervoll auch die architektonischen und künstlerischen Meisterleistungen von Menschen. Der Steinkreis von Stonehenge gibt offenbar noch immer Rätsel auf. Mit am meisten beeindruckt mich Petra, die riesige Stadt in Jordanien, die vor 2000 Jahren aus roten Sandsteinfelsen am Rande der Arabischen Wüste gehauen wurde. Das Kolosseum in Rom wird sehr gut skizziert. Dass dort einst 50 000 Zuschauer das Blut der Gladiatoren forderten, wusste ich bislang noch nicht. Man erhält einen sehr guten Eindruck von dem Gebäude, in dem es Aufzüge für die wilden Tiere gab, die über Falltüren plötzlich auftauchen konnten, um die Gladiatoren anzufallen. Hat sich die blutrünstige Gaff- Lust des Mobs seither geändert? Ich befürchte nicht. Brot und Spiele im neuen Gewand werden leider von Machtmenschen noch immer erfolgreich eingesetzt, um den Mob bei Laune zu halten.

Sehr schön, dass man die Alhambra nicht vergessen hat und auch nicht das Taj Mahal, das Symbol unsterblicher Liebe. Königin Mumtaz Mahal verlor ihr Leben bei der Geburt ihres 14. Kindes. Das war am 17. Juni 1631. Die Haare ihres liebenden Gatten Shah Jahan ergrauten über Nacht und als er seine tiefe Trauer überwunden hatte, baute er das Mausoleum für seine Herzenskönigin. Auch zu solchen Handlungen sind Menschen fähig, aber nur dann wenn sie lieben.

Es führt zu weit alles hier aufzulisten, erwähnen möchte ich Sagrada Família von Antoni Gaudi in Barcelona, die mich ebenso Staunen macht wie die geistige Heimstadt des Dalai Lama, sprich der Potala –Palast.

Es ist schön, wenn man sich wundern und staunen darf. Das macht mich stets dankbar.

Empfehlenswert.

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Rezension:Osterie d'Italia 2014/15: Über 1.700 Adressen, ausgewählt und empfohlen von SLOW FOOD (Gastronomische Reiseführer)

"Man mag so alt, so gelehrt, so weise und geschmackvoll sein, als man will - eine Reise nach Italien gibt immer noch dem Geist, 13. ein neues Gepräge." (Georg Christoph Lichtenberg)

Dieser Restaurantführer erhielt von der Neuen Züricher Zeitung das Prädikat: "Sehr empfehlenswert". Über 1700 kulinarische Adressen in Italien warten hier auf den interessierten Leser. Ausgesucht wurden diese von SLOW Food.

Zu Beginn werden zunächst gut nachvollziehbar Benutzerhinweise erläutert, anschließend die beeindruckend vielen Mitarbeiter und Autoren benannt.

Das Buch ist in die Regionen Italiens untergliedert. Zu Beginn eines jeden Kapitels erfährt man zunächst allgemein Wissenswertes über die vorgestellte Region. Anhand einer Ausschnittkarte erhält man einen visuellen Eindruck davon, wo die fokussierte Gegend konkret verortet ist. Die einzelnen Restaurants werden sehr gut skizziert. Man auch nach der Lektüre stets eine Idee davon, was und auf welchem Niveau man speisen kann. Mit solchen Infos ist man in der Regel bestens beraten.- Neben diesen sehr guten Beschreibungen plus Adressen, Infos wann die Lokale geöffnet haben und dem jeweiligen Preisgefüge, hat man die Chance kleine Beiträge zu unterschiedlichen Themen zu lesen, die dem Leser italienischen Trink- und Essgenuss etwas näher bringen. So erfährt man von Weinbistros in Turin, auch von Weinhändlern in Florenz und Wirten von Frascati und erhält jeweils zusätzliches Adressenmaterial, um sich vor Ort dann schlau zu machen.

Der Restaurantführer ist sehr übersichtlich und handlich. Er sollte bei einer Reise nach Italien nicht vergessen werden, wenn man ein Genussmensch ist.

Sehr empfehlenswert.

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Rezension:Reiseführer Lissabon - Zeit für das Beste: Sehenswürdigkeiten, malerische Gassen, Paläste, Gärten, Kaffeehäuser, Museen, Bars, Geheimtipps, Highlights ... Highlights, Geheimtipps, Wohlfühladressen (Broschiert)

"Zwei Menschen sagen «ich liebe dich» oder denken und fühlen es gegenseitig, und doch verbindet jeder damit eine andere, Vorstellung, ein anderes Leben, vielleicht sogar eine andere Farbe, ein anderes Aroma oder einen anderen Duft innerhalb der abstrakten Summe von Eindrücken, die das Seelenleben ausmacht." (Fernando Pessoa, portugiesischer Schriftsteller).

Lothar Schmidt und Holger Leue bringen in diesem reich bebilderten Taschenbuch dem Leser Portugals Hauptstadt Lissabon nahe. 50 Highlights, Übersichtskarten und Detailpläne verschaffen dem Interessierten einen guten Überblick.

Zunächst lernt man die TOP Ten der Sehenswürdigkeiten Vorort kennen, dazu gehört u.a. das Castello de Sao Jorge, das auf einem ein geschichtsträchtigen Hügel über der Stadt von den Mauren und Portugiesen erbaut wurde.

Wie in allen Reisebüchern dieser Serie folgt ein Steckbrief, der allgemein Wissenswertes über die Stadt offenbart. Rossio, das Herz der Stadt wird hier schon mal vorab skizziert und man erhält einen zweiseitigen historischen Überblick.

Untergliedert ist das Buch in die Kapitel: 
Baixa und die Altstadt 
Oberstadt Alfalma, Graca und der Osten 
Außerhalb des Zentrums Alcantara, Ajuda und Belém
Umgebung und Ausflüge 
Lissabon von A bis Z 

Anhand von vielen Fotos lernt man die Stadt kennen, deren Sehenswürdigkeiten sehr gut in den einzelnen Kapiteln beschrieben werden. Spezielle Autorentipps, Infos und Adressen zu Sehenswürdigkeiten, Essen und Trinken, Übernachtungen und Einkaufen etc. werden immer gegeben und auch Spaziergänge durch die einzelnen Stadtteile werden bestens beschrieben.

Man liest vom Erdbeben im Jahre 1755 dort. Damals gingen 85% der Bauwerke dieser Stadt verloren, wertvolle Gemälde so etwa von Rubens und Tizian und Zehntausende von kostbaren Büchern wurden zerstört und es starben zwischen 30 000 und 60 000 Menschen bei dieser Katastrophe. Das Erdbeben warf philosophische Fragen auf, derer sich Kant, Voltaire, Goethe, Rousseau aber auch Adorno annahmen.

Ich staune über die Schönheit, die diese Stadt zu bieten hat, über das Azulejo-Dekor an den Häusrn, auch über die Bandbreite der Museen. Ein Museum für sakrale Kunst gibt es u.a. auch. Bei einem Besuch der Stadt werde ich mir dieses Museum gewiss nicht entgehen lassen.

Schön sind die vielen Parkanlagen. Der schönste botanische Garten Südeuropas gehört zur Universität Lissabon. Dort wachen Gehölz und Pflanzen, die einst die Seefahrer von ihren Reisen mitbrachten.

Sehr gut wird dem Leser das Museu National de Arte Antigna entgegengebracht, hier nämlich wird sogar ein Rundgang geboten, der hervorragend erläutert wird. Einen Besuch wert scheint auch das Museu do Oriente zu sein mit seinen kostbaren Keramiken. Zudem sollte man diverse Kirchen gesehen haben, darunter ein romanischer Bischofssitz sowie verschiedene Highlight außerhalb des Zentrums, ferner das Museum der Gulbenkian-Stiftung und das Museo National do Azulejo. Hier wird man u.a. über die Geschichte der schönen Kacheln aufgeklärt und liest anschließend Wissenswertes über das Hieronymuskloster, das heute als das wichtigste Bauwerk manuelinischer Baukunst gilt.

Auch die Ausflüge, die man von der Stadt aus realisieren kann, werden gut beschrieben. Die Reiseinfos zum Schluss runden den Stadtführer bestens ab. Ein kleiner Sprachführer ist auf den letzten Seiten angefügt, sodass einer Reise nichts mehr im Wege steht und man voller Neugierde die Metropole besuchen kann, um begreifen zu lernen, wie sich "saudade“ in den Fados und vor allem in den Gesichtern der Lissaboner offenbart. 

Empfehlenswert.

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Rezension:Reiseführer Côte d'Azur - Zeit für das Beste: Highlights, Geheimtipps und Wohlfühladressen entlang der französischen Mittelmeerküste von Saint-Tropez ... Highlights, Geheimtipps, Wohlfühladressen (Broschiert)

Dieser außerordentlich gute, reich bebilderte Reiseführer im handlichen Taschenbuchformat wurde von Peter Ott und Andreas Fischer auf den Weg gebracht. Auf der Innenseite des vorderen Buchdeckels ist ein aufklappbarer Kartenausschnitt zu sehen, der alle wichtigen Orte an der Côte D`Azur zeigt.

Da ich schon sehr oft an der Côte war, meine ich die Qualität dieses Reiseführers recht gut beurteilen zu können. Zunächst wird mit den TOP TEN der sehenswerten Orte aufgewartet. Mein Lieblingsort Saint-Paul-de-Vence ist dabei. Das hat mich schon mal zufrieden gestellt. Es folgt ein sogenannter Steckbrief der Region und man erhält zudem einen zweiseitigen historischen Überblick. Der Reiseführer ist in nachstehende Rubriken untergliedert:

Östliche Küste und Alpes
Maritimes Hinterland der Alpes
Maritimes Monaco und Monte Carlo
Das Verdon –Gebiet Westliche Küste und das Var
Das Hinterland des Var
Reiseinfos

Zu den einzelnen Orten, die den Rubriken zugeordnet sind, erhält man Infos und Adressen im Hinblick auf Sehenswürdigkeiten, Essen und Trinken, Übernachtungen, Einkaufsmöglichkeiten, Veranstaltungen und Aktivitäten unterschiedlicher Art. Zudem wird mit einer Vielzahl brauchbarer Autorentipps aufgewartet.

Gefallen hat mir, dass man sehr schön über Cap Ferrat und Beaulieu –sur –Mer berichtet hat, auch Villefranche wurde bestens skizziert und man hat Nizza exzellent präsentiert. Leider kenne ich dort noch nicht das Musée Matisse. Die Beschreibung allerdings macht mich neugierig. Das Picasso-Museum in Antibes hingegen ist mir bekannt. Es ist sehr gut beschrieben.

Ich möchte an dieser Stelle nicht alle Orte aufzählen, doch zu Saint-Paul-de Vence einige Worte verlieren, weil es in meinen Augen einer der schönsten Orte auf dieser Erde ist. Die mittelalterliche Stadt liegt oberhalb von Antibes und zeichnet sich durch eine überwältigende Kunstpräsenz aus. Sehr gut wird über die Künstlerszene berichtet und auch über die Fondation Maeght, die man besuchen sollte, wie ich auch meine. Unvergesslich dieser Kunstgenuss

Auch Grasse ist sehr gut skizziert; die Stadt der Düfte wird hier auch historisch bestens nahegebracht. Biot, die Heimat der Glasbläser, Töpfer und Keramiker ist ein Thema, das man sich auch nicht entgehen lassen sollte und Monte Carlo sollte man gesehen haben, obschon diese Stadt nicht zu meinen Lieblingsorten an der Côte zählt, ebenso wenig wie Cannes. Nizza hat viel mehr zu bieten, den Blumenmarkt, die Altstadt etc., etc.

Sehr gut beschrieben ist Saint-Raphael und Frejus, auch Saint-Tropez, das ich irgendwann einmal im Winter besuchte, in einer also Zeit, wo dieser Fischerort noch  sehr ursprünglich erscheint. In Hyères war ich auch schon mal, irgendwann im September. Lange ist`s her. Die Beschreibung macht Lust, den Ort erneut aufzusuchen, doch noch lieber die Ile de Porquerolles, die ich leider noch nicht kenne, aber deren Beschreibung dazu einlädt, sie zu besuchen.

Wie auch immer, eine Fülle von Orten wird hervorragend beschrieben und der kleine Sprachführer zum Schluss macht es möglich, sich zumindest ein Zimmer und etwas zu essen und zu trinken bestellen zu können, auch wenn man nicht Französisch spricht.

50 Highligts werden sehr gut beleuchtet. Die Übersichtskarten und Detailpläne helfen dabei, sich schnell zu orientieren. Geheimtipps und Wohlfühladressen überzeugen. Man ist klug beraten, den Reiseführer zur Hand zu haben, wenn man Vorort viel sehen möchte.

 Sehr empfehlenswert.

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Rezension:Frankfurt Reiseführer: 99x Rhein-Main-Gebiet wie Sie es noch nicht kennen - der besondere Stadtführer für Frankfurt am Main und Umgebung mit Geheimtipps und Highlights (Taschenbuch)

Astrid Biesemeier hat mit diesem Reiseführer ein Buch auf den Weg gebracht, das ich mit großem Interesse gelesen habe, denn sie stellt 99 Orte und Empfehlungen im Rhein-Main-Gebiet vor, die selbst ich, die ich hier schon immer lebe, teilweise noch nicht kenne.

Interessant finde ich den "Weg zur Sehnsucht", gemeint ist der Weg, den Hölderlin jeden ersten Donnerstag im Monat von Bad Homburg nach Frankfurt zu seiner Geliebten ging. Neugierig auch machen mich der Nachtsalon im Logenhaus und der Chinesische Garten, den ich bislang auch noch nicht kannte und so viele andere besondere Sehenswürdigkeiten, über die man in üblichen Reiseführern selten etwas erfährt

Schön, dass das Jagdschloss Kranichstein und das Auerbacher Schloss nicht unerwähnt bleiben und mehr als lobenswert ist, dass an das Konzentrationslager Osthofen erinnert wird.

Gefallen auch hat mir der Hinweis auf den Kurpark von Bad Weilbach und auf die Hochheimer Kunstsammlung in der Villa Burgeff, über die der ein oder die andere sicher mehr in Erfahrung bringen möchte. Ich beispielsweise.

Alles in allem ein gelungenes Buch, das mir verdeutlicht hat, dass es noch viel zu sehen gibt in unmittelbarer Nähe. Das ist sehr erfreulich.

Empfehlenswert.

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Rezension:Mein Herz tanzte mit ihr durch das Land: Berühmte Paare auf Reisen (Gebundene Ausgabe)

"Ich möchte Dich um Verzeihung bitten, aber das erscheint so unsinnig. Es ist nicht allein meine Schuld, und wie könntest Du mir vergeben, dass ich bei Roberto bleiben will? Ich hatte nicht vor, mich zu verlieben und für immer in Italien zu bleiben." (Ingrid Bergmanns Abschiedbrief an ihren Ehemann Petter Lindström)

Dieses bebilderte Reisebuch mit dem schönen Titel "Mein Herz tanzte mit ihr durch das Land" berichtet von 13 berühmten Paaren und bestimmten Reisen, die diese miteinander gemacht haben. Verfasst wurde das kurzweilig zu lesende Buch von Iris Schürmann-Mock, die als Redakteurin bei verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften und als Autorin zahlreicher Bücher sich einen Namen gemacht hat.

Neben diesen gehaltvollen Reisebeschreibungen gibt es zudem noch 13 Kurzkapitel, die für alle, die alten Liebesgeschichten etwas abgewinnen können, eine ebenfalls nicht uninteressante Lektüre darstellen werden.

Man muss das Buch nicht chronologisch lesen, sondern kann sich das herauspicken, was einen am meisten anspricht oder neugierig macht und von da aus die Lesereise beginnen. Ich begann mit "Simone de Beauvoir & Jean-Paul Sartre- Das Glück der Kindertage auf der Haut" und erfuhr dort etwas, was ich bislang nicht wusste. Die beiden französischen Intellektuellen, die ihr Leben lang eine sehr offene Beziehung miteinander pflegten, haben gemeinsam eine beeindruckende Fahrradtour miteinander unternommen. Dabei bewältigten sie mehr als tausend Kilometer auf alter Rädern und bewegten sich von Paris nach Nizza sowie wieder retour. Eine tolle Leistung. De Beauvoir hatte auf dem Rückweg einen schlimmen Sturz zu beklagen, als sie auf der Alpenstraße vom Col d' Allos, benommen vom Wein, abwärts raste und wenige Meter vom Abgrund auf den Kies des Straßenrandes geschleudert wurde. Über diese Tour und über die Beziehung der beiden erfährt man mehr und auch darüber, dass Sartre ein extremer Schürzenjäger war. Trotz seiner vielen amourösen Verstrickungen, liebten sich die beiden ein Leben lang. Offenbar nicht nur wegen der geistigen Verbundenheit, wie die Geschichte der nicht unanstrengenden Radtour zeigt. Paare, die nach solchen Radtouren hinterher noch miteinander kommunizieren können, müssen sich einfach innig lieben, das sagen mir unterschiedliche Erfahrungen aus sehr jungen Jahren.

Berichtet wird von Reisen von Kaiserin Elisabeth & Kaiser Franz Josef, Wolfgang & Constanze Mozart, Maria Callas & Aristoteles Onassis, Frédéric Chopin & George Sand, Königin Victoria & Prinz Albert, Margret Rutherford & Stringer Davis; Clara & Robert Schumann, Annette von Droste –Hülshoff & Levin Schücking, Simone de Beauvoir & Jean –Paul Sartre, Marie & Pierre Curie, Johann Heinrich Pestalozzi & Anna Schulthess, Ingrid Bergmann & Roberto Rossellini, Romeo & Julia.

Im Rahmen der zusätzlichen Kurzkapitel hat mir gefallen, dass man Johanna die Wahnsinnige nicht vergessen hat, von der noch heute berichtet wird, dass sie mit der Leiche ihres geliebten Gatten jahrelang durch Spanien zog. Ganz so war es offenbar dann doch nicht...

Am Ende des Buches findet man einen 36 Seiten langen kleinen Reiseführer, der nach den Geschichten im Buch gegliedert ist. Diesem Reiseführer sind u.a. die Vorstellung von Unterkünften, Restaurants, Museen mit Kontaktanschriften, Sehenswertes, Wegbeschreibungen und eine kurze Charakterisierung der jeweiligen Reise als auch Tipps zum Weiterlesen zu entnehmen. Sehr hilfreich. Gut gemacht.

In der Kopfzeile habe ich eine Passage zitiert, die mich besonders berührt hat. Sie ließ mich an eine Sentenz von Napoleon Bonaparte denken, von der ich immer noch nicht weiß, ob ich ihr zustimmen soll. Ich muss den Satz nicht wiedergeben. Gebildeten Lesern ist er ohnehin bekannt und sie werden ihn selbstverständlich mit der Kopfzeile assoziieren

Ein informatives, lesenswertes Buch.

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Rezension: Eine Reise, ein Buch: Wie man einem Krokodil entkommt (und eine Französin küsst) (Gebundene Ausgabe)

Nigel Holmes ist der Autor dieses amüsanten, sehr anschaulichen und dabei nützlichen Buches, das eine Fülle von intelligenten Grafiken aufweist, die dem Leser die Welt auf Reisen erklären.

Untergliedert ist es in die Kapitel: Die Welt verstehen; Survival in der Wildnis; Etikette; Medizinisches; Essen &Trinken; Persönliche Sicherheit; Noch mehr schöne Themen.

Aufgrund der Grafiken bleiben Sachinformationen besser im Gedächtnis hängen, so bleiben beispielsweise die höchsten Berge und längsten Flüsse der Welt als Bild im Kopf haften und man erinnert sich recht schnell an die Namen. Spielerisch erlernt man in 25 Sprachen bis zehn zu zählen, lernt des Weiteren einen Sprachstammbaum kennen und kann sich in eine Liste vertiefen, die aufzeigt, in welchen Ländern die Menschen am glücklichsten und wo am unglücklichsten sind. Man lernt die Steckdosen dieser Welt graphisch kennen und erhält sehr hilfreiche Infos, beispielsweise wie man den Angriff eines Hais oder Krokodils überlebt, wie man sich Mücken vom Leib hält oder sich aus einem sinkenden Auto befreit.

 Eine sehr gute Anleitung erhält man, wie man mit Stäbchen isst, erfährt auch Wissenswertes zu kulturellen Tabus und kann sich ausführlich damit auseinandersetzen, wie man sich in einer Moschee verhält. Es werden Tipps für Trinkgeld genannt, gute Fitnessübungen für die Reise gezeigt und auch erklärt. Seite für Seite machen neue Grafiken neugierig und verfügen über eine unendliche pädagogische Effizienz beim Merken von wirklich wichtigen Informationen.

Sehr aufmerksam habe ich die Infos zum Thema Sonnenstrahlen gelesen, dass 95% davon ein nasses T-Shirt durchdringen, war mir bislang nicht bekannt, wohl aber dass die DNA durch zu heftige Sonneneinwirkung geschädigt werden kann und sie für frühzeitige Hautalterung verantwortlich ist.

Wie man Schlangenbisse verarztet, auch in welchen Ländern die giftigsten beheimatet sind, liest man und erhält viele Erste Hilfe- Infos, die es lohnt, sich genau einzuprägen.

Im Bereich von Essen&Trinken erlernt man unendlich viel Wissenswertes, dass ich wirklich nur staunen kann. Weinaromen werden sehr gut erläutert, perfekt auch werden Cocktails beschrieben. Man erfährt Näheres zu Kaffee und Koffein, lernt u.a. gekonnt einen Hummer zu zerlegen und vieles andere mehr.

Im Rahmen von persönlicher Sicherheit wird sehr anschaulich erläutert, wie man vermeiden kann, vom Blitz getroffen zu werden oder aber auch wie man ein Hotelzimmer sicher macht.

Es folgen noch eine Reihe anderer Infos, die man sich gut merken sollte, so etwa nach welchen Kriterien man sich einen Diamanten aussucht oder ein Kamel reitet. Wie es ja so schön heißt, sollte man in allen Sätteln reiten können und man weiß nie, was das Leben noch bereithält.

Ein tolles Buch, das ich nun ausnahmsweise nicht in meiner Bibliothek beherbergen werde, sondern auf meinem Nachttisch, weil ich mit großem Vergnügen und voller Neugierde immer wieder darin stöbern möchte.

Sehr, sehr empfehlenswert.

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Rezension: München for Women (Broschiert)

Wenn eine Frau nach München reist, sind ihre Interessen nicht immer deckungsgleich mit denen von Männern. Deshalb auch finde ich es überaus lobenswert, dass Nicole Adler einen Reiseführer für Frauen auf den Weg gebracht hat. Dieser ist in neun Abschnitte untergliedert:

Mode; Shopping; Essen & Trinken; Nachtleben; Kunst & Design; Beauty; Ausflüge & Erholung; Die fünfte Jahreszeit-Wiesn.

Jeder Abschnitt wird mit einigen allgemeinen Betrachtungen zum jeweiligen Thema auf München bezogen eingeleitet. Anschließend wird eine Fülle von interessanten Adressen im jeweiligen Bereich genannt. Diese Anschriften werden entsprechend inhaltlich skizziert.

Neben diesen vielen Adressen mit Öffnungszeiten kann man im Rahmen von kleinen Interviews mit namhaften weiblichen Persönlichkeiten, wie etwa der Professorin Dr. Barbara Vinken, die gerade ein Buch mit dem Titel "Angezogen" über das Geheimnis der Mode verfasst hat, wirklich interessante Insidertipps erfahren. Diese Literaturwissenschaftlerin meint, dass München eine Stadt sei, in der Frauen geliebt werden und sich selbst auch lieben. Diese schöne Frau kehrte Zürich den Rücken, weil München ihr weitaus erotischer schien. Dass Dr. Vinken "Schumann`s Bar am Hofgarten" schätzt, kann ich aus vielerlei Gründen gut verstehen. Das Ambiente lässt nichts zu wünschen übrig und Charles Schumann ist noch immer einer der schönsten Männer von München und dabei noch ultra-charmant... Neugierig gemacht haben mich die Ausflugsziele. Ich kenne einige und finde diese bestens beschrieben. Einen guten Überblick auch erhält man im Hinblick auf die Kunstszene, zu der sich die Kunstexpertin Mon Müllerschön in einem Interview äußert und u.a. den Leser wissen lässt, wo die Stadt am kreativsten ist.

Fest steht, es gibt viele gute Gründe nach München zu reisen. Mit diesem Ratgeber in der Hand ist Langeweile in München ausgeschlossen, selbst, wenn man sich dort Wochen, Monate oder Jahre aufhält.

Sehr empfehlenswert.

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Rezension: Deutschlands letzte Paradiese

Bei diesem reich bebilderten Buch handelt es sich um ein Nachschlagewerk, das Auskunft gibt über alle deutschen Natur- und Nationalparks. Untergliedert ist das umfangreiche Werk in vier große Abschnitte: 

Im Norden 
Im Westen 
Im Osten 
Im Süden 

Jedem der vier Abschnitte ist ein Special vorgeschaltet.

Im Norden: Lebensraum Flüsse und Auen 
Im Westen: Lebensraum Moore 
Im Osten: Lebensraum Wälder 
Im Süden: Lebensraum Wiesen und Weiden. 

Eingeleitet wird das faktenreiche Handbuch durch eine zwei Seiten umfassende Einleitung, aus der hervorgeht, dass beinahe 30% der Fläche Deutschlands von Naturschutzgebieten bedeckt ist, die seit 2005 unter der Dachmarke "Nationale Naturlandschaften" vereint sind. Den größten Anteil besitzen die Naturparks. Sie wurden zum Schutz besonders reizvoller Landschaften geschaffen. In diesen Erholungslandschaften befinden sich nicht selten ebenfalls geschützte historische Stätten und gewachsene Ortsbilder, denen man Beachtung schenken sollte.

Ferner gibt es Nationalparks. Bei ihnen steht der Schutz der Natur im Vordergrund, die übrigens nur in ganz geringem Maße, wenn überhaupt von Menschen verändert worden ist.

Bioreservate schließlich dienen der Erforschung des Tatbestandes, wie sich der Eingriff des Menschen auf den Naturhaushalt auswirkt.

Im vorliegenden Buch werden dem Gedanken der Nationalen Naturlandschaften entsprechend alle 14 Nationalparken, 105 Naturparke und 16 Bioresevate Deutschlands gemeinsam vorgestellt. Bilder und Kartenmaterial, ausführliche Beschreibungen, Serviceinformationen, Spezialtipps, die besondere Attraktionen benennen, Infokästen, die Wissenswertes über Flora und Fauna bereithalten, machen das Handbuch zu einem wirklich interessanten Wissensvermittler für Naturfreunde.

Auf der Innenseite der Buchdeckel findet man Landkarten, auf denen alle Paradiese gekennzeichnet sind.

Mein besonderes Interesse gilt den Mooren im Westen, die dem Lebensraum der Waldtundra gleichen sollen und in denen sogar noch Birkhühner gesichtet werden sowie wilde Narzissen im Frühling blühen. Die Einsamkeit, Ruhe und das Naturerlebnis müssen wunderbar sein. Wohl dem, der dort mit seinem Hund entlang streift und Freude dabei empfindet, wenn ihn ein Raufußkauz mit großen Augen anblickt.

PS: Hervorragend beschrieben ist der Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald, den ich sehr gut kenne. Daran kann ich ermessen, mit wie viel Akribie man die gesamten Texte verfasst hat. Eine bemerkenswerte Arbeit.

Empfehlenswert.

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Rezension:Schlösser & Gärten in Böhmen und Mähren (Gebundene Ausgabe)

Dass es in Böhmen viele Schlösser und repräsentative Gärten gibt, wusste ich bereits von meinem vor langer Zeit schon verstorbenen Vater, dessen Vorfahren französische Hugenotten waren, die vor einigen hundert Jahren nach Böhmen einwanderten. Seine Schilderungen waren es, die mich dazu motivierten, mehr über die Schlösser in Erfahrung zu bringen.

Wissen sollte man, dass Böhmen und Mähren, die beiden historischen Kernländer der Republik Tschechien zu den dichtesten Kulturlandschaften Europas zählen. Vielleicht war dies ein Grund, weshalb sich französischen Hugenotten nach Böhmen begaben. Neben mittelalterlichen Stadtanlagen wird das Aussehen der Landschaft hauptsächlich durch viele imposante Schlösser und Gärten geprägt. Von über 6000 Schlössern, Herrensitzen, Burgen, Ruinen und historischen Gartenanlage ist die Rede. Ähnliches gibt es nur in England. Grund beispielsweise für die mächtigen Renaissanceschlösser war der Wille nach Unabhängigkeit seitens des Böhmischen Herrenstandes gegenüber dem Herrscher.

Nachdem man einen kurzen Überblick über die Geschichte Böhmens und Mährens erhalten hat und hier auch zu Kunstraub und Enteignung unter der NS-Regime informiert wird, werden - in drei Abschnitte untergliedert - eine Vielzahl von Schlösser und Gartenanlagen dort durch umfangreiche Texte und Bilder vorgestellt. Bei den Abschnitten handelt es sich um:

Renaissance und Manierismus
Barock und Rokoko
Klassizismus und Historismus.

 Neben der Präsentation der Schlösser und ihres Innenlebens, sowie der besagten Gärten erhält man viele Zusatzinformationen. So wird ausführlich erklärt, was man u.a. unter Sgraffiotechnik zu verstehen hat, auch wird mit einem spannend zu lesenden Exkurs über italienische Gartenkunde aufgewartet, erläutert, was ein Ornamentmotiv der Groteske genau ist, was eine Schlosskirche und was Gemäldegalerien ausmachen, wie Arkadenhöfe, wie Schlosstheater und wie Schlossbibliotheken beschaffen sein müssen und worin beispielsweise die Tradition von Parkbauten besteht.

Auf Seite 228 ff wird übrigens Schloss Dux vorstellt. Dort schrieb bekanntermaßen Casanova seine Memoiren. Es ist weiß Gott nicht das imposanteste Schloss, dass im Buch thematisiert wird. Geradezu grandios ist der Sommersitz der Fürsten Liechtenstein. Kein Wunder, dass die ursprünglichen Eigentümer es wieder haben wollten.

 Was mich immer wieder fasziniert, ist die Fülle an Meisterleistungen, die in Schlössern besichtigt werden können. Diese Tatsache lässt mich stets für einen Augenblick über die Herrschaftsverhältnisse hinwegsehen, die die Anhäufung dessen, was man bewundern kann, erst möglich gemacht hat.

Besonders lesenswert ist die Beschreibung von Schloss Friedland, das Kafka einst zu seinem Werk "Das Schloss" inspiriert haben soll. Der Romancier weilte an einem Wintertag 1911 auf Schloss Friedland. Zu diesem Zeitpunkt war das Schloss und der Park bereits 100 Jahre für jedermann zugänglich, ganz anders als "Das Schloss" , in dem "K" ohne Erfolg um Einlass bittet... Dem Klassizismus sehr zugetan, fasziniert mich der einstige Sitz des Fürsten Metternich in Bad Königswart am meisten. Man wird sehr gut über dessen Architektur und den Innenraum in Kenntnis gesetzt und erfährt Näheres zum dortigen englischen Landschaftspark.

 Ein gelungenes Buch. Sehr empfehlenswert.

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Rezension: Frei und inspiriert - Sehnsuchtsorte der Dichter, Denker, Künstler und Aussteiger (Gebundene Ausgabe

Dr. Thomas Blubacher ist der Autor des schönen Buches, das den Untertitel "Sehnsuchtsorte der Dichter, Denker, Künstler und Aussteiger" trägt. Untergliedert ist das Buch in sechs Kapitel. Hier werden die Orte Ascona, Bali, Hiddensee, St. Moritz, die Sommerfrische am Attersee und die Sonneninsel Capri im Hinblick auf das Tun der Protagonisten dort thematisiert.

Ziel des Autors ist es, den Leser einzuladen, sich auf die Spuren der Künstler und Denker zu begeben, für die die Orte einst Inspiration waren und dem nachzuspüren, was sie vor Jahrzehnten fasziniert und inspiriert hat, zugleich aber auch selbst Atmen zu schöpfen und eventuell den persönlichen Glücksort zu finden.

Über Ascona und der naturnahen Lebensweise auf dem Monte Verità hatte ich bereits das ein oder andere gelesen, nicht zuletzt im Zusammenhang mit Büchern zu Franziska zu Reventlow. Auf dem Hügel, der den Namen Monte Verità trägt, lebten einst Menschen, die sich darum bemühten, "wahrhaftig" zu leben. Über deren Lebensgewohnheiten wird man aufgeklärt und darf sich wundern über so manche Idee, die man aus heutiger Sicht eher als ein wenig eigenwillig beurteilen würde. Nicht alle kamen dort hin, um das Glück zu finden, einige auch um ihr Leid zu vergessen und Fanny Reventlow meinte recht bald "Ich glaube, Ascona ist wie ein Tropenklima, das einen allmählich auffrisst. Man hat immer mehr Blei in den Beinen und im Kopf", (S.21). Trotz dieser Aussage kamen immer mehr Berühmtheiten an den Ort, auch die Malerin Marianne von Werefkin. Waren hier einst Reformkleider Pflicht und strenges Vegetarier-Dasein angesagt, änderte sich dies ab 1917. Nichts bleibt wie es ist. Das war auch in bereits abgelebten Zeiten nicht anders als heute. Alles ist dem Zeitgeist unterworfen, am meisten vermutlich die Innovativen, die Kreativen, die Künstler. Sie spüren ihn zuerst.

Ich möchte nicht alle Berühmtheiten aufzählen, die sich an den einzelnen Orten aufhielten, sondern versuche mir darüber klar zu werden, welche Personen von welchen Orten aus welchen Gründen angezogen werden. Mich selbst würde Capri am meisten anziehen, weil diese Insel alles hat, was in meinen Augen ein Paradies haben sollte.

Doch zunächst zu Bali. Von dieser Insel der Götter und Dämonen fühlten sich viele Europäer magisch angezogen. Sie besitzt 40 000 Tempel. Auf Bali wird jeder Seinsform Bedeutung zugemessen und jedes Subjekt, jedes Objekt wird in kosmischem Bezug wahrgenommen, (S.37). Diese Insel wurde natürlich von anderen Künstlern als Sehnsuchtsort erwählt wie beispielsweise Hiddensee, wo u.a. Gerhard Hauptmann nicht nur allabendlich Hof hielt, sondern wohl auch intensiv arbeitete.

Dass sich Thomas Mann, auch Stefan Zweig und Erich Kästner in St. Moritz aufhielten, um sich dort inspirieren zu lassen, kann ich verstehen. Ich war als fünfzehnjähriges Mädchen dort und so angetan von der Aura des Ortes, dass ich mit noch heute daran erinnere.

Betrachtet man die alten Fotos, so beispielsweise von Klimt mit seinen Freunden am Attersee, so nimmt man auf allen glückliche zufriedene Gesichter wahr. Das gilt auch für den Herzog von Windsor mit seiner frisch angetrauten Frau. Die Orte schenken den Besuchern Heiterkeit. Grund, sich immer wieder dorthin zu begeben.

Am schönsten ist Capri, einst deutsche Enklave im Süden, mediterranes Sehnsuchtsziel des Adels, der Maler und Dichter und offenbar vormals eine "preiswerte Destination" der deutschen Boheme. Rilke begegnete auf Capri übrigens Maxim Gorki und dann lebte dort ja auch 56 Jahre lang Axel Munthe, ein schwedischer Arzt, Vogelliebhaber und Philanthrop. Sein autobiographisches "Buch von San Michele" habe ich vor langer Zeit gelesen und werde es mir erneut vornehmen, um eventuell in der Folge eine Rezension zu schreiben oder nach Capri zu reisen. Wer weiß schon, was noch kommt.

Ein schönes Buch mit wundervollen Bildern, das die Reiselust weckt. Wonach sehnt sich der Mensch? Nach Idyllen, nach Ruhe, nach Wärme aller Art. Sehnsuchtsorte versprechen all dies und das macht die Orte so begehrenswert, besonders für sensible Dichter, Künstler und Aussteiger.

Sehr empfehlenswert. 

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Rezension: Peter J. König: Manfred Baumann Alte Welt, Neue Welt Reisefotografie National Geographic

Der Fotograf Manfred Baumann hat zusammen mit dem Verlag National Geographic Germany einen Bildband aufgelegt, der die Alte- und die Neue Welt thematisiert. Mit Hilfe vieler, beeindruckender Aufnahmen auf beiden Kontinenten hat er nicht versucht, die Gegensätze von Städten und Landschaften in alter und neuer Welt dem Betrachter nahe zu bringen, nein, Baumann geht es darum, das jeweils Authentische mit der Linse einzufangen, sozusagen den Wiedererkennungswert, der so typisch ist für jedes Motiv.

Gewaltige Landschaften wechseln sich mit  Eindrücken aus Weltmetropolen ab. Während in Europa in den Städten eher die Idylle vorherrscht, strotzen die Bilder aus der Neuen Welt mit gewaltigen Steinschluchten der Mega-Cities. Doch kaum hat der Fotograf die urbanen Zivilisationsstätten hinter sich gelassen, rücken die typischen Eindrücke der Länder und Landschaften in das Auge des Betrachters. Dies gilt sowohl für die Alte-, als auch für die Neue Welt. Ob eine Berghütte in Österreich, eine Gondel in Venedig, die vor sich hindümpelt, Fischer am Bosporus, weiße Hausfassaden auf Rodos oder Santorin, die Strände an der Atlantikküste in Frankreich, eine Windmühle in der Polderlandschaft Hollands oder aber die wilde Küstenlandschaft in Norwegen, neben der menschenleere Weite im Norden Schwedens, alle Aufnahmen zeigen das Charakteristikum der jeweiligen Fotografien.

Dies gilt ebenso für die Neue Welt mit Bildern aus der unendlichen Natur von Kanada und Alaska, dem vegetationsfeindlichen Death Valley, der bizarren Landschaft von Arizona und Neu-Mexiko, dem Grand Canyon-Gebiet und der Zivilisationsarmut entlang der berühmten Road 66. Alle Bilder erzählen eine Geschichte, zumindest hinterlassen sie einen bleibenden Eindruck. Dies ist Folge des künstlerischen Ausdrucks, der jeder Fotografie innewohnt. Genau da liegt der Unterschied zwischen einer touristischen Aufnahme und der Kunst des Fotografen Manfred Baumann.

Der Bildband von National Geographic ist hochwertig und edel gestaltet. Die einzelnen Kapitel werden mit kurzen Begleittexten von befreundeten Moderatorinnen, Künstler, Schauspieler und Models kommentiert, die alle schon von Baumann porträtiert und in Szene gesetzt worden sind. Dabei verraten sie an welchem Punkt der Alten- oder der Neuen Welt sie sich besonders gerne aufhalten.

Bei der Fülle der Bilder und der unterschiedlichen Motive haben doch alle etwas gemeinsam, nämlich die Faszination, die von jeder Fotografie ausgeht. Manfred Baumann selbst lebt in Wien und Los Angeles. Er hat in den letzten Jahren mehr als 100 Prominente porträtiert, darunter so berühmte Namen, wie Sir Roger Moore, Sylvester Stallone, Bruce Willis, John Malkovich, Lionel Richie und Kathleen Turner, aber auch Franziska van Almsick, Nina Ruge, Michael Mittermeier und Tommy Haas.

Ansonsten ist er in der Welt unterwegs, da Landschaftsfotografie eine ganz besondere Leidenschaft von ihm ist. Aus seiner Kunst macht er keine Geheimnisse, deshalb hat er nach seinem Nachwort zu diesem Buch auch jeweils die technischen Angaben zu jeder Aufnahme veröffentlicht. Dazu gehören Brennweite, Blende und Verschlusszeit, denn Manfred Baumann ist es wichtig zu zeigen, dass Fotografie nicht nur Leidenschaft sondern auch Handwerk bedeutet.

Empfehlenswert
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Rezension:Mittelrhein - Malerische Flussschleifen, romantische Schlösser und sonnige Weinberge. Faszinierender Reisebildband mit vielen Informationen, Tipps und ... Bildern (Deutschlands schönste Landschaften)

Die Autorin Silke Martin hat gemeinsam mit dem Fotografen Ernst Wrba dieses wunderschöne Buch auf den Weg gebracht. Für Kultur- und Weinliebhaber ist der Bildband ein besonders Highlight, denn diese Region mit ihren vielen Burgen und Weinörtchen zählt zu einer der zauberhaftesten in Deutschland und deshalb auch ist das Obere Mittelrheintal nicht grundlos Weltkulturerbe geworden.

Eingangs erfährt man zunächst, dass der Mittelrhein mit seinen vielen Kurven und Schleifen eine Länge von etwa 130 km misst. Das soeben erwähnte Obere Mittelrheintal erstreckt sich auf eine Länge von 65 Flusskilometern von Bingen bzw. Rüdesheim bis Koblenz. Das Untere Mittelrheintal ist die Region von Koblenz bis Bonn. Anhand einer Karte hat man Gelegenheit sich klar zu machen, wo all die beschriebenen Ort liegen. Dazu möchte ich erwähnen, dass ich in dieser Region schon vielmals gewesen bin und vor langen Jahren dort sogar mit meinem Fahrrad unterwegs war. Eine solche Tour ist einfach traumhaft. Schon jetzt kann ich versichern, dass Martin und Wrba ihre Sache sehr gut gemacht haben.

Zunächst wird man ausführlich über die Entstehungsgeschichte des "deutschen Grand Canyon" in Kenntnis gesetzt. Diese nahm vor rund 400 Millionen Jahren ihren Anfang. Man liest von dem wichtigsten Zuflüssen in der Region, sprich der Nahe und dem Rhein. Gelungen ist das Kapitel, in dem die Rheinromantik thematisiert wird. Im 19. Jahrhundert wurde die Region zum Sehnsuchtsort für viele, nicht zuletzt auch für romantische Dichter. Man liest von den Anfängen der Rheinromantik und wird auch mit der Faszination des Rheintals in der Musik und Malerei näher vertraut gemacht. So haben beispielsweise Franz Liszt und Robert Schumann ihre Rheineindrücke in unterschiedlichen Stücken vertont.

W. Turners Rheinansichten sah ich vor einigen Monaten in Wiesbaden in einer Ausstellung zur Rheinromantik. Schön, dass seine Bilder im Buch thematisiert werden.

Schön auch, dass man das Naturerlebnis Mittelrhein zur Sprache bringt, über den rund 320 km langen Rheinsteig zwischen Wiesbaden und Bonn aufgeklärt wird und auch über verborgene Perlen der mittelrheinischen Natur und den Kletterfelsen im Niederwald etwas lesen kann. Die Region ist ein Rückzugsgebiet für viele Tierarten, auch dies ist ein Thema des informativen Buches und man liest über das "Renaturierungsprogramm Rhein 2020" Wissenswertes, auch über die Tatsache, dass dort am Mittelrhein der Naturschutzbund sehr aktiv ist. In diesem Zusammenhang erfährt man zudem mehr über die vielen Fischarten im Mittelrhein.

Dem Weinanbau sind auch einige Seiten gewidmet. Bei diesem Anbaugebiet handelt es sich um das zweitkleinste Weinanbaugebiet Deutschlands. Man erfährt Näheres über das Terroir, aber man liest auch Bemerkenswertes über den Eiswein und dessen Geburtsstätte Dromersheim. Der Riesling ist ein Thema und auch der edle Rote vom Höllenberg in Assmannshausen. Zu Sprache gebracht wird ferner das alte Weinhandelszentrum Bacharach, das bereits im Mittelalter für diesen Handel bedeutend war. Dann wird der Inselwinzer Friedrich Bastian vorgestellt, dessen Weine ich in Frühling in Mainz bei einer Verkostung probiert habe. Ein tolles Porträt. Bravo. Vorgestellt werden die großen Weine vom Mittelrhein, auch die Ersten Lagen werden benannt. Insgesamt ein guter Überblick, der neugierig auf diese Weine macht.

Anschließend wird man über den Schiffsverkehr auf dem Rhein informiert und in diesem Zusammenhang auch über die Treidler. Einst waren dies wichtige Dienstleister, die mit Mannes- und Pferdekraft die Schiffe bergabwärts zogen.

Aufgeklärt wird man über die Untiefen des Rheins. Wohl am gefürchtetsten ist übrigens das Binger Loch. Bevor man über die Stadt Bingen dann aber mehr erfährt, wird man zunächst über die Geschichte und die Traditionen in der Region aufgeklärt. Das Porträt Bingens ist gelungen, speziell die Skizzierung des sakralen Gesichts der Stadt. Lobenswert auch ist die Tatsache, dass man die Mystikerin, Dichterin, Ärztin und Universalgelehrte Hildegard von Bingen durch einen zweiseitigen Beitrag hervorhebt und wirklich spannend geschrieben sind die näheren Erläuterungen zu den Burgen, Schlössern und Festungen, von denen es über 40 am Mittelrhein gibt.

Eine der Burgen habe ich besichtigt, auf Burg Stahleck als Studentin vor vielen Jahren sogar übernachtet. Die Schönburg in Oberwesel, auch Burg Rheinfels und Burg Peterseck kommen zu Sprache und man liest von den feindlichen Brüdern. Um diese nicht zu entzweien trat nach der Sage Hildegard von Bingen ins Kloster ein, denn beide hatten sich in die schöne, hochintelligente Frau verliebt. Vermutlich eine weise Entscheidung von Hildegard. Was will eine blitzgescheite Frau mit zänkischen Männer in ihrem Umfeld, außer freiwillig auf diese verzichten?

Auch die Fachwerkidylle ist ein Gegenstand der Betrachtung, zudem wird Koblenz sehr breitgefächert und dabei gut vorgestellt und man lernt auch das untere Mittelrheintal näher kennen und hier schließlich auch Bonn, die Stadt, in der einst Beethoven geboren wurde.

Die Höhenzüge rechts und links des Mittelrheins bleiben in den Betrachtungen auch nicht ausgespart und es werden zudem die kulinarischen Spezialitäten nicht vergessen. Die Lektüre hat mich dazu motiviert, mal wieder einen Rüdesheimer Kaffee zu kreieren. Die entsprechende Tasse habe ich von meiner Tante geerbt und das delikate Getränk auf ihr Wohl soeben getrunken.

Lobend erwähnen möchte ich noch den Beitrag im Hinblick auf die Straußwirtschaften und nun allen Freunden des Vater Rheins, das gelungene Buch ans Herz legen.

Sehr informativ, insofern empfehlenswert.

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Rezension:Terra Brasilis: Die Entdeckung der neuen Welt (Gebundene Ausgabe)

"Nichts, was der menschliche Fortschritt hervorbringt, erhält die Zustimmung aller." (Kolumbus)

Herausgeber dieses reich bebilderten Buches ist der Autor Christian Welzbacher. Er auch hat die Einleitung zu diesem Werk verfasst, das diverse historische Briefe, Tagebucheinträge und Reiseberichte von Verfassern aus längst vergangenen Zeiten enthält, die durch wissenschaftliche Texte zur brasilianischen Tier- und Pflanzenwelt ergänzt werden.

Die Bilder und Quellentexte im Buch dokumentieren nicht nur den Wettstreit der Nationen bei der Eroberung der Neuen Welten, sondern sie sind, wie Welzbacher anmerkt, von Beginn an ein unmittelbarer Teil der Eroberung selbst. Der Autor begründet dies damit, der Deutungshoheit der Welt ein Stück näher gekommen zu sein und zwar rascher als die Konkurrenz aufgrund des akkumulierten, gedruckten Wissens und der Interpretation der gesammelten Daten.

Welzenbacher weist darauf hin, dass es im Buch fünf Bildertypen gibt und zwar Kartenwerke, Illustrationen der Reiseberichte, Konventionen der Darstellung im Rahmen wissenschaftlicher Abhandlungen, eigenständige Gemälde und stilisierte Fundstücke. Diese Bildertypen gestalten sich in der Gesamtheit für den Betrachter als eine beeindruckende Bilderwelt, die die Fantasie beflügelt.

Zunächst hat man Gelegenheit Texte verschiedener Entdecker kennenzulernen und sich einen Eindruck von dem zu verschaffen, was sich Ende des 15. und im 16 Jahrhundert in Übersee ereignete. Vorgestellt werden Texte von Christoph Kolumbus, Pèro Vaz de Caminha/ Pedro Àlvares Cabral, Amerigo Vespucci und Jean de Léry.

Im Jahre 1500 entdeckte Cabral Brasilien. Sehr interessant ist der Bericht von jenem Tage seitens Péro Vaz de Caminha an den portugiesischen König Manuel und ziemlich schockierend ein Kupferstich aus dem Jahre 1557, der vom Kannibalismus im damaligen Brasilien erzählt.

Fünfhundert Jahre Entdeckungsfahrten, Expeditionen, Berichte aber auch Sammlungen haben einen riesigen Schatz an wissenschaftlichen Erkenntnissen hervorgebracht und verdeutlicht wie außerordentlich die biologische Vielfalt Brasiliens ist. Auch darüber liest man Wissenswertes, nicht zuletzt schließlich über den Tierhandel in der damaligen Kolonie. Offenbar weckte die wachsende Faszination für exotische Tiere das Interesse der Kaufleute, die an portugiesischen Expeditionen beteiligt waren und hier speziell der Brüder Ulrich und Jakob Fugger aus Augsburg. Übrigens besteht der Handel mit brasilianischen Tieren bis heute fort und beträgt ungefähr 15 Prozent des gesamten Welthandels mit wilden Tieren, (vgl. S.111).

 Über den "Onca", (das ist das portugiesische Wort für eine Großkatze) liest man Aufschlussreiches und über einen alten Mythos, wonach ein Mensch ihm das Feuer gestohlen habe. Thematisiert werden zudem u.a. die Anfänge der brasilianischen Medizin im 18. Jahrhundert und auch brasilianische Pflanzen in der europäischen Medizin des 17. und 18. Jahrhunderts.

Spannend zu lesende Texte von Louis Antoine de Bougainville, Alexander Humboldt, Adam Johann von Krusenstern oder auch von Charles Darwin verdeutlichen auf welche Weise man Brasilien einst erkundet hat und so entwickelt sich ein vielfarbiges Bild jenes Landes, das in diesem Buchherbst bekanntermaßen eine besondere Stellung eingenommen hat.

Die Zeittafel zum Schluss rundet das wirklich gelungene Buch ab, auf dessen Cover eine prachtvolle Orchidee abgebildet ist, die demnach aus Brasilien kommt und die ganze Schönheit diese Landes ausstrahlt.

 Empfehlenswert.

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